Die Genealogie von Johann Sebastian Bach ist auch die Genealogie aller Musiker Bach!

 

Die Bach-Genealogie-Seite: Alle Bachs der Musikerfamilie hießen früher Bache. Um diese Bäche seit 1504 geht es hier. Und um deren Genealogie. Alle haben einen musikalischen Stammvater: Es ist und vor allem, es bleibt Veit Bach in Wechmar. Und alles zusammen ist dann die ...? Die Bach-Genealogie! Doch diese Bach-Genealogie ist und bleibt kompliziert. Heute sogar komplizierter als noch vor 5 Jahren. Im Bild oben? Selbstverständlich "echte Bache"!

 

 

Der Stammbaum - und nur der Stammbaum

Um Sie nicht aufzuhalten: zum puren Stammbaum der Musikerfamilie ohne viel Text kommen Sie mit einem Klick hier. Die Familiengeschichte der Bache ist allerdings mehr. Und übrigens: das "e" gehört da hin, denn so wurden sie genannt: Bache. Nicht die Bäche, nicht die Bachs - die Bache. Es war ein frühes Markenzeichen für Musiker-Qualität. Selbst als der Musiker im Amt gar nicht mehr Bach hieß, wurde er als Bach bezeichnet. So - war das damals in Thüringen.

 

Die Bach Genealogie ist kompliziert



Hans, ein Spielmann. Nicht unser Hans, denn der ist "Hans, der Spielmann". In der Bach Genealogie macht das kleine unscheinbare Wort vor dem Hans den Unterschied - und beim Forschen - ist das von Bedeutung.

 


Die Genealogie der Musikerfamilie weit um Erfurt ist nicht kompliziert. Sie ist noch viel komplizierter. Sie war es schon immer. Und ganz, ganz vielleicht wird sie es immer bleiben. Oft ist dieser Stammbaum falsch angelegt, ganze Zweige sind addiert oder vergessen. Oder umstritten oder nicht belegt. Hier sind Aufzeichnungen, dort schien jemand dazu zu gehören. Wissenschaftler haben geforscht, Biographen halten sich raus. Aber nur zum Teil.

 

Was ist denn nun so kompliziert? Bei Wikipedia steht doch Alles?! Wer sich an die Genealogie der berühmtesten Musikerfamilie der Welt heranwagt, dem steht, falls er auf dieser unserer Recherche nicht aufbauen möchte, ein langer und spannender Weg bevor. Eine Familiengeschichte über 500 Jahre und so kompliziert, dass Professuren darüber geschrieben und das Bundesverdienstkreuz dafür verliehen wurde. Eine Genealogie, die sich auf der addierten Forschung von Vielen aufbaut und erst heute mit den modernen Methoden des Internet-Zeitalters und den Ergebnissen der frühen Genealogie Forschung kombiniert, zu einem weitgehend richtigen Stammbaum der Musikerfamilie führt. Auf der Suche begegnet man allem, was man sich in einem "Indina-Jones-Film" auch vorstellen kann. Da kommen abstruse Ideen auf, Schlussfolgerungen, denen sich kein Wissenschaftler anschließt und eine Grabschändung. In einer Familienbibel aus dem 17. Jahrhundert mit einer Rasierklinge heraus getrennte Seiten, mit TippEx gefälschte Forschungsergebnisse und Theorien, die so 300 Jahre noch nicht angestellt worden sind. Wer gehört dazu - wer nicht? Für die spannend, die es erforschen und für die, die die Bachgeschichte hautnah miterleben wollen. Und deren Veränderung über die Jahrhunderte. So wie nicht nur in der Bach Genealogie, sondern auch Musikstücke oder Neues zum Thomaskantor selbst in unregelmäßigen Abständen immer wieder an die Oberfläche kommt.

 

Es geht um Veit, verfasst hat's Johann Sebastian Bach, die Handschrift ist von dessen Enkelin - so einfach ist das mit der Bach Genealogie.

 

 

Aussage gegen Aussage, beide Dokumente sind von einem Bach und  verfasst mit einem Abstand von sieben Jahren. Willkommen in den Tiefen der Bach Genealogie.

 

 

Prima, wenn man mit einem rotem Stift in einem Jahrhunderte alten Kirchenbuch vermerkt, wo man Bach gefunden hat. Dann ist es für nachfolgende Forscher gar nicht mehr so schwer - ein richtig dicker Marker wäre noch besser gewesen. Was für ein Spaß am Rande der Bach Genealogie.

 

 

Die Genealogie der Bache beginnt mit Veit Bach, ist aber definitiv älter. Veit Bach ist 1619 gestorben. In Wechmar in Thüringen. Die Genealogie der berühmten Musikerfamilie Bach  beginnt mit ihm. 1619. Die Ursprünge reichen allerdings zurück bis 1504. Urkundlich belegt. Und zwar zu einem Zeitpunkt, zu dem Johann Sebastian Bach seinen "Ursprung" noch gar nicht verfasst hat. Und wahrscheinlich von diesem Dokument auch überhaupt nichts wusste. Warum sollte er auch? Wo diese offensichtliche Geburt eines ersten Bach der Musikerfamilie allerdings stattfand und wer es gewesen ist, das muss offen bleiben. Kirchenbücher aus dieser Zeit sind verschollen. In manchem Buch und manchem hübschem Stammbaum, in Aufstellungen und Listen, Excel-Tabellen und weiteren Versuchen, das Chaos in der Genealogie der Musikerfamilie, sind Fehler offensichtlich. Und weil das auch so blöd aussieht, einen Kasten, einen Zweig oder eine Position mit 1504 zu beziffern, sonst aber nichts dazu zu schreiben, beginnt die Genealogie deswegen eben irgendwie in Ungarn. So sagt es mindestens Johann Sebastian. Oder schrieb es so auf. Und seine Enkelin später ab. Allerdings begeisterte sich Johann Sebastian 1735 eben nicht an der Bach Genealogie, sondern nur und ausschließlich an den Musikern in seiner Familie. Viele Hinweise deuten auch darauf hin, dass der Thomaskantor gar nicht vorhatte, in seinem Bemühen, diese Musikanten - 53 waren es bis 1735 - aufzulisten, einen genealogischen Stammbaum zu erstellen. Denn es fehlen die Mädels und die Frauen, auch Männer, die nicht musizierten, Kinder die jung gestorben sind und bei den letzten seiner Positionen vermisst man sogar die damals locker zu beschaffenden Geburtsdaten. Den Ursprung darum zu vervollständigen, das weiß jeder der eine Genealogie erstellt, ist erste Erkenntnis von Nachwuchs-Forschern in ihrem neuen Hobby. Und zwar dann, wenn man bedauert, die Oma nicht vor dem Ableben noch befragt zu haben.

 

Die Bach Genealogie ist rund um Veit, das heißt zwei Generationen davor und zwei danach eine gewaltige Herausforderung. Und einige Forscher haben sich daran versucht. Von besonderer Bedeutung ist dieser Zeitraum von fünf Generationen deshalb, weil sich aus ihm die Zweige derer bilden, die sich heute zur Familie rechnen. Derer, die man zur Familie gehörend seit vielen Generationen vermutet. Und der Zweig der Bache, der heute in den Niederlanden lebt. Dazu, zu unserer Überraschung, neben dem Zweig der Bachs die in unserer Zeit in den USA verstreut leben, scheint es einen zweiten in den Vereinigten Staaten zu geben, der etwas früher als die erste Bach-Welle ausgewandert ist.

 

Die Bach Genealogie ist nicht kompliziert. Die Bach Genealogie ist sehr kompliziert.

 

Nachbars Lumpi

Hier wird es ein wenig überheblich - aber, mit einem Schmunzeln, wir versuchen das natürlich, zu relativieren. Trotzdem sind wir beide, meine Frau und ich, stolz wie Nachbars Lumpi, dass wir ihn zusammengestellt haben und ihn hier bis in die Ewigkeit publizieren wollen. Das soll dazu dienen, dass die, die sich für die Bach Genealogie nachhaltig interessieren, nicht alles von Beginn an nochmals recherchieren müssen, was von vielen Menschen bereits einmal recherchiert wurde. Zum zweiten können hier auch bis weit in die Zukunft Interessierte, die hoffen, meinen oder glauben, zur Musikerfamilie zu gehören, einen Schatz an Information bergen. Und drittens steht unsere Arbeit allen Bach Forschern offen, die sich zukünftig mit Johann Sebastian befassen, vielleicht auch speziell zu seiner Genealogie. Es geht um den vollständigsten und richtigsten Stammbaum der Musikerfamilie von Johann Sebastian Bach. Hier geht's direkt hin. (Noch in Arbeit).

 

Acht auf einen Streich - alle Bachs - alles Musiker - alle finden Sie in meiner Bach Genealogie.

 

Mit wessen Federn schmücken wir uns?

Wie im gesamten "Bach über Bach" Projekt wollen wir alle erreichten und zukünftige Ziele gerne als gemeinsame Anstrengung vieler Bach Spezialisten verstanden wissen. Es ist ein gemeinsames Produkt. Wir, mit diesem Bach Portal, verstehen uns "nur" als Wiederentdecker, als Sammler, als Aufbereiter von bereits Gefundenem und als Entertainer, dieses Wissen greifbar, verstehbar und auch mit Spaß konsumierbar zu machen. Die Leistung - unsere Leistung - liegt nicht im Entdecken von "neuen" Personen, die vor uns kein Autor, kein Forscher und kein Bach Wissenschaftler fand. Unsere Leistung besteht hauptsächlich darin, einzelne herausragende Leistungen in einem Überangebot von Information überhaupt und über Bach im Speziellen wieder zu finden, sie zu analysieren sowie sie mit den neuesten Forschungen abzugleichen. Sicher, auch die unten aufgeführten Bücher hätten, zur rechten Zeit gefunden, hunderte Stunden an Recherche eingespart - aber von Yo Tomita mit seinen 56.000 Einträgen in dessen Bach Bibliographie haben wir eben erst nach vielen, vielen Monaten und der richtigen Frage, an den richtigen Menschen, gehört. Ein Dankeschön an dieser Stelle ins Bach-Archiv nach Leipzig. Um diese einzelnen Meisterwerke der Recherche, für die Bundesverdienstkreuze vergeben, aus denen Professoren entstanden, über die Bücher von 600 Seiten geschrieben wurden und die mit einem ganzen Schiff untergegangen sind, nicht irgendwann für immer aus den Augen zu verlieren - dafür ist diese Bach Plattform entstanden. Recherchen, für die Hunderte, ja Tausende Stunden Arbeit nötig waren, Dutzende von Menschen involviert und Wochen, ja Monate mit Schreiben - sie sollen hier einen zugänglichen Hinweis erhalten und behalten.

 

Diese Ergebnisse sind heute in nur sechs Publikationen von Bedeutung, in nur runden 50 Jahren zusammengefasst. Niemand kennt alle fünf beim Namen sowie deren Autoren. Kaum Jemand hat überhaupt das Wissen, davon auch nur drei zu benennen - weil es Wenige interessiert. Diese Tatsache geht so weit, dass ein Zweig der musicalisch-Bachischen Familie erst vor etwa 20 Jahren mit viel Forschung und einer Portion Glück von der Erfurter Bach Spezialistin und Bach Autorin Helga Brück gefunden wurde. Ein zweiter Zweig der Musikerfamilie, der sich in den USA ebenfalls heute noch verbreitet, wurde erst zum Jahreswechsel 2012/2013 "entdeckt".

 

Die drei wichtigsten Werke zur Johann Sebastian Bach Genealogie.

 

Wer sind die Großen

in der Bach Genealogie?

Ganz vorne an steht Helga Brück, denn ihre Forschung fand Sensationelles. Ihr gelang zu finden, was die anderen Großen in deren Publikationen überhaupt nicht aufführten: die Bache in den USA, die dort - eigentlich ist es keine Überraschung - in vielfältiger Form weiter der Musik verbunden waren und viele auch mit der Musik ihr Geld verdienten. Helga Brück zeichnet auch aus, dass sie in und um Erfurt so intensiv recherchierte und zusammen mit Christa Bach Dokumente analysierte und bewertete, dass sich daraus die ultimative Grundlage für eine abschließende Weitererforschung eines bereits bei Spitta erwähnten Seitenzweiges der Familie einordnen ließ. Ohne die Forschung von Brück wäre dieses Ergebnis 2012 nicht zu erreichen gewesen. In diesem Zusammenhang sei auch unser Ahnenforscher, Herr Hoske an dieser Stelle erwähnt. Ebenfalls ohne ihn wäre diese Zuordnung der Binderslebener Bache nicht möglich gewesen. Es war ein Teamspiel - keine Einzelleistung, schon gar nicht von uns alleine. Next? Frickel ist einer der ganz Großen und das hat man ihm mit dem Bundesverdienstkreuz bestätigt. Ein Buch, das sich wie das "Who is Who" der Bachs liest, ist von ihm in einem Lebenswerk verfasst und auf dessen eigene Kosten auch verlegt. Unter der etablierten Bach Wissenschaft genießt Herrmann Kock mit seinem Standardwerk zur Genealogie höchstes Ansehen. In einem Atemzug sei hier auch Ragnhild Siegel genannt, die dieses Werk ihres Onkels mit ihm in mühevoller und akribischer Arbeit später von einem hochpräzisen Manuskript zu einer wissenschaftlichen Expertise optimierte und das Lebenswerk anschließend in einem viele hundert Seiten starken Buch veröffentlichte. Um die "Big Five" der Bach Genealogie zu vervollständigen, ist ein fünfter Autor von Bedeutung, dessen akribische Forschung zu den Anfängen der Bachfamilie zu seiner Professur führte. Günter Krafft hat unvorstellbar ausführlich zu der Frage geforscht, in wieweit Veit Bach, der Stammvater der Bache, aus Ungarn kommt - oder eben dort nur eine Zeit verbrachte.

 

Die Bach Genealogie hat einen US-Zweig gefunden, der heute wissenschaftlich ist. Aber - gibt es noch einen weiteren Bach Zweig in den USA? Mit dieser Frage wird die Bach Genealogie wirklich spannend.

 

 

Und wir? Meine Frau und ich?



Mein Lieblingsfoto inmitten der Seite über die Bach Genealogie: die eine Hälfte von wir: ich.

 


Wir haben das Alles wiedergefunden. Sicher doch, hätten wir gewusst, wo zu suchen, wen zu fragen, und wie vorzugehen - in der Retrospektive ist es ein Vielfaches einfacher. Aber das Manuskript von Kraft zu finden, gelang nur durch zwei Hinweise auf eine vor 50 Jahren zukünftige Publikation in den Büchern von Geiringer und einem anderen Autoren, dessen Name mir im Moment nicht einfällt. Dann findet sich eben ein Buch, das nie publiziert wurde, auch nur sehr schwer. Geiringer nahm die Publikation ja voraus - es wurde ja dann nicht veröffentlicht. Stundenlanges Suchen im Internet führte schließlich zum Schwiegersohn von Kraft und weitere Recherche in die Universität von Halle und dort zum Manuskript. 600 Seiten mit einer Schreibmaschine getippt, mikroverfilmt und dann auf einem handtellergroßen Mikrofiche Film zusammengequetscht. Es zu finden, dann zu scannen, dann zu lesen, dann auszuwerten ... Sie bekommen einen Eindruck von dem, was wir taten.

 

Frickel hat zwar unglaubliche Arbeit geleistet, aber das Buch verkaufte sich natürlich umgekehrt proportional zu einem Bestseller. Wie findet man es, wenn Google praktisch keine Ergebnisse liefert, weil Sie ja nicht wissen, wie es heißt, wenn Sie es nicht kennen und ob es es gibt? Ähnlich abenteuerlich: das Finden von einer Textpassage zur Zugehörigkeit der Binderslebener Linie, der unsere Aufmerksamkeit besonders galt: Hunderte Ausgaben der Gartenlaube, einem Vorläufer der heutigen Illustrierten, galt es in der Universität Heidelberg zu durchforsten - dort erfolglos - als Baustein zum Erfolg aber von großer Bedeutung. 22 Indizien ergaben sich bei der Forschung um diese Linie. Deren Bedeutung wird erst plastisch, wenn man diese 22 Indizien mit den zwei Indizien vergleicht, die Veit Bach zum Stammvater der Musikerfamilie Bach in Wechmar machen.

 

Der zweite Zweig in den USA. Ohne eine inzwischen monatelange Suche im Internet - bei der zu Beginn einer stundenlangen Session nicht feststeht, nach was man sucht - wäre die Verbindung zwischen diesem Zweig der Bache und dem Ursprung in Wechmar nicht publik geworden. Ganz besonders eben aus dem Grund, weil in den vergangen 50 Jahren nach Thüringen oder Leipzig von dieser Linie überhaupt kein Kontakt gesucht wurde. Eben weil Johann Sebastian in dieser Geschichte keine Rolle spielte. Wie das sein konnte? Bach war nicht immer so bekannt, wie er das heute ist. Heute kommt kein Schulkind, weder in den USA noch hier, an den klassischen Komponisten im Unterricht vorbei. Aber so, wie das vor der Wiederentdeckung seines Werkes durch Felix Mendelssohn Bartholdy in Deutschland der Fall war - Bach war praktisch unbekannt, so lernte man ihn in den USA auch erst zu einem ganz anderen Zeitpunkt kennen, das heißt genauer natürlich zunächst seine Musik. Das ist sicherlich der Grund dafür, dass diese zweite amerikansiche Linie, deren Forschung schon zwei Generationen vor der jetzigen stattfand keine Besonderheit in der Verwandschaft mit Johann Sebastian Bach sah.

 

Auch die Recherche, um diese Kollektion an Forschungen überhaupt zusammen zu führen, ist abenteuerlich und auch skurril. Sie hört sich unwirklich an. Denn wer durchforstet das Internet daraufhin, ob man einen Veit Bach, geboren in der Südsee finden könnte?! Genau das hatten wir allerdings getan. Nicht mit der Südsee. Sondern die Suche nach Bachs in den USA. Wir sind bekennende USA-Fans und so wollte ich einfach, dass in den USA Nachfahren des Stammvaters der Musikerfamilie, also echte Bache, lebten. Ich wollte es einfach - und der Wunsch hätte nicht nur Bach-Begeisterte, sondern jeden Menschen nur mit dem Kopf schütteln lassen. Stunden um Stunden Suche waren gekrönt von einer Session mit neun Stunden ununterbrochenem Googeln. Und dann war er da! Der Hinweis. Indirekt. Mit dem Titel "Von der Apfelstädt und der Gera an den Missouri". Von Helga Brück.

 

Ein Bild von Johann Ambrosius Bach und seinem Bruder. Beide ähnelten sich so sehr, dass selbst die Ehefrauen sie nur an der Kleidung unterscheiden konnte. Das habe nicht ich mir ausgedacht, aber wenn das stimmt, dann sehen Sie hier ein Bild vom Vater von Johann Sebastian Bach und von seinem Onkel. So viel Spaß kann Bach Genealogie bereiten.

 

 

Da ist die Geschichte um die Herkunft der Bache. Aus Ungarn, aus Pressburg - oder eben aus Thüringen? Wir haben die Expertisen und Behauptungen akribisch untersucht und dazu Abenteuerliches "ausgegraben". Koranbinsky haben wir im Internet gefunden - nicht aber ganz so einfach, wer er wirklich war, wie hoch seine Kompetenz in Sachen Bach war - und die Überprüfung, was er mit seinem Unsinn in die Welt setzte und wie viele Biographen er genarrt hatte, ja wie viele Bach-Begeisterte und Bach-Leser sowie Bach-Interessierte überhaupt. Die Qualität seines Beitrages entspricht dem über die Eisenhaltigkeit von Spinat, der auch nicht mehr Eisen enthält als anderes aus der Gemüseabteilung. Ein Komma war Forschern um eine Dezimalstelle verrutscht - Millionen von Kindern bezahlten mit Hunderttausenden von Traumata. Am Rande: selbst Wissenschaftler in Bratislava, dem früheren Pressburg und nicht einmal ansatzweise ein einziger Autor selbst von minimaler Bedeutung steht heute noch hinter der Theorie der Abstammung aus Ungarn. Und für die Erbsenzähler, wie ich einer bin: dass Veit von Ungarn kam, ist okay. Dass die ganze Familie allerdings aus Ungarn stammt, ist Unsinn.

 

Einer der ersten Markennamen der Welt für Qualität: die Bache aus Thüringen.

 

Und hier ist sie also: die Bach Genealogie

Auf meiner Seite finden Sie nicht nur die umfangreichste Bach-Genealogie, also die Auflistung der meisten Mitglieder der musicalisch-Bachischen Familie von 1504 mit ihrem Stammvater Veit Bach, der 1619 in Wechmar starb. Es ist vor allem: die richtigste Bach Genealogie. Dieser Stammbaum existiert im Original nur einmal auf der Welt. Hier. Alle anderen sind falsch - oder von diesem abgeschrieben, zumindest in wesentlichen Anteilen. Allerdings muss man auch erwähnen, dass zunächst etwa 90 - 95 % der Daten eben auf den Spezilaisten vor unserer Zeit basieren und zweitens ein Großteil der Daten eben nur deshalb eingepflegt werden konnten, weil sich Bachs bei uns meldeten. Dank dem Internet. Und trotzdem: Sie sind gerne eingeladen, ihn zu publizieren, daraus zu übernehmen, ihn als Ganzes zu verbreiten oder auch nur in Teilen. Dabei - viel Freude.

 

Ein wenig Unterhaltung zum Bach Genealogie Kapitel, während Sie sich zum letzten Bildchen - endlich - duchlesen: Knapp vorbei - weder hat Johann Sebastian die Matthäus-Passion im Alter von zwei Monaten komponiert, noch ist er an diesem Tag geboren, denn das war der 21. März 1685.

 

Technisches zum Bach Stammbaum

Herausforderung für mich war mehrmals auf dem Weg zu dieser Seite, den Stammbaum der Bache, genauer der musicalisch-Bachischen Familie - also heute der Bachs - in den fünf Generationen nach Veit elektronisch dazustellen. Das Problem war, dass mit jedem nachträglich neu zu addierenden Bach sich die vorherige Arbeit verschob. Mehr noch, sie war vergeblich. Das begann mit Papier und Stift, mit WORD, einer Software, dazwischen und schließlich, einfach aus Gründen der unglaublicher Datenmengen mit Sketchup später - daneben zu gehen. Sketchup ist eine 3-D-Software, in die ich mich dazu einarbeitete. Zum Background für alle IT-Fans: ich bin kein Computerguy - bemessen Sie daran die Leistung.

 

Herausforderung bei einem Stammbaum ist, war es seit Hunderten Jahren und wird es wohl für immer bleiben, dass er entweder detailliert dargestellt ist, sodass man die Einträge lesen kann - aber man eben ein vier, sechs, acht Meter breites Stück Papier benötigt - und das zeigt schnell sehr plastisch die Grenzen auf, bei denen sich dann Nachfahren bei Meter Nr. 6 ganz am linken Rand wiederfinden. Das wollte ich elektronisch lösen - und es bereitete Kopfzerbrechen. Eine sehr lange Zeit. Es gibt keine Software, wie ich sie haben wollte. Nämlich eine auf der man den kompletten Stammbaum darstellen kann und zusätzlich die interessante Stelle herauszoomen. Both in one level.

 

Hier sehen Sie den Stammbaum der musicalisch-Bachischen Familie des Johann Sebastian Bach auf einen Blick. Sie können allerdings nun auch in dieses Werk hineinzoomen. Bis zu einer übersichtlichen Darstellung von zwei oder drei Generationen.

 

Wie Sie seh'n, seh'n Sie nichts. So ist das erstens auch nicht gedacht, jetzt "müssen" Sie ja zu Flickr - aber selbst wenn dorthin klicken. Noch gibt's dort nur für die technisch Interessierten etwas zu sehen. Denn - es ist ein technischer Versuch, bevor viel, viel, viel Arbeit beginnt.

( ...noch nicht online - folgt in Kürze)

 

 

Wie also? Ganz so einfach ist es für Nichtcomputerversierte nicht. Die aber haben in aller Regel immer Jemanden, der hilft, wenn's klemmt - und der oder die kann das! Dafür ist mit einem Klick dieses Schema auch bei Flickr eingestellt. Hochauflösend. Klicken Sie aufs Bildchen und ab zu Flickr und wählen Sie dort die höchste Auflösung. Nun können Sie über den senkrechten Scrollbalken sowie über den waagrechten Scrollbalken die gewünschte Stelle in der Übersicht - oder auch im Detail gut finden. Ein wenig unbequem ist, dass es derzeit noch nicht möglich ist, mit einer "Hand" ähnlich wie bei Google Maps oder auf einem pdf File zu navigieren - wenn Sie wissen, wie das bei einer solchen Vergrößerung ginge, auch eventuell außerhalb von Flickr, prinzipiell aber mit ähnlichem Ansatz - lassen Sie mich es gerne wissen - ich würde mich freuen. Wir bleiben natürlich auch dran - für die vier Bach-Fans, die das pro Jahr sicherlich begeistert.

Eine Seite ohne den Meister? Ohne Johann Sebastian Bach? Auf einer Johann Sebastian Bach Homepage? Niemals, niemals! Sebstverständlich gehört er auch auf die Seite zur Bach Genealogie.