Die ultrakurze Kurzbiografie: 15 Minuten Lese-Vergnügen

 

Wie gut, dass es schon damals kleine Briefmarken gab: Eine Postkarte mit Johann Sebastian Bach aus dem Jahr 1907. 


Eisenach, Ohrdruf, Lüneburg



Wir haben es mühsam herausgefunden...

 


...und wenn auch die Handschrift Ähnlichkeit hat....

 


....es handelt sich nicht um Postkarten mit Text aus der Feder von Johann Sebastian Bach. 

 

 

Johann Sebastian Bach wird am 21. März 1685 in die berühmteste Musikerfamilie der Welt in Eisenach geboren. Sein Vater Johann Ambrosius Bach, selbst Musiker, ist sein erster Musiklehrer. Ebenso unterrichtet der Onkel den jungen Johann Sebastian. Als  seine Mutter und kurz darauf auch sein Vater sterben, wird Johann Sebastian Bach mit fast 10 Jahren Vollwaise und zieht zum Bruder nach Ohrdruf. 1699 wandert er mit Schulfreund Georg Erdmann zur weiteren Ausbildung nach Lüneburg. Von dort kommt er 1702 nach Thüringen zurück.

 

Weimar und Arnstadt

 

Bachstadt Weimar.

 


In der Bachstadt Arnstadt beginnt die Karriere von Johann Sebastian Bach mit einem ersten "richtigen" Job, als er dort Organist wurde.

 

 

Eine erste kurze Anstellung erhält Bach am Hof in Weimar. Doch schon sechs Monate später wechselt er den Arbeitsplatz und wird Organist in Arnstadt. Dort verlängert er einen Urlaub von vier Wochen um acht auf weit über zwölf Wochen und reist nach Lübeck. In einer Auseinandersetzung mit Chorschülern in Arnstadt zieht er zu seinem Schutz den Degen, aber es kommt nicht zum Kampf. Bach verlässt Arnstadt, als es zu immer mehr Reibereien mit dem Rat der Stadt kommt. 


Mühlhausen

 

Er musiziert und komponiert in Mühlhausen, aber er heiratete in Dornheim.

 

 

Johann Sebastian Bach geht nach Mühlhausen und wird dort Organist an der Divi-Blasii- Kirche. Im selben Jahr heiratet er in Dornheim seine Cousine zweiten Grades, Maria Barbara Bach, mit der er sieben Kinder haben wird. Die Ratswechselkantate "Gott ist mein König" entsteht zu Beginn dieser Zeit.

 

Nochmals Weimar, jetzt aber richtig

 

Zweimal wirkt Johann Sebastian Bach in Weimar - trotzdem findet man bis heute in Weimar (noch) kein Bachhaus. 

 

 

Bereits nach einem Jahr in Mühlhausen begeistert ihn Herzog Ernst an den Weimarer Fürstenhof. Hier bleibt Johann Sebastian Bach für neun Jahre. In dieser Zeit wird er Konzertmeister. 1717 wird Bach bei einer Beförderung allerdings übergangen. Der Herzog weigert sich jedoch, Bach, der dort ja nicht Angestellter sondern Leibeigener ist, ziehen zu lassen. Johann Sebastian Bach äußert seinen Unmut und verbringt dafür vier Wochen im Gefängnis. 


Köthen

 

Von Köthen war Johann Sebastian Bach begeistert.

 

 

Bach zieht nach Köthen. Zu Fürst Leopold von Anhalt-Köthen. 1720 stirbt dort plötzlich seine Frau plötzlich. Erst siebzehn Monate später heiratet Johann Sebastian Bach seine zweite Frau Anna Magdalena. Beide werden Eltern von weiteren dreizehn Kindern. Vier Söhne von Johann Sebastian Bach werden berühmt: Wilhelm Friedemann Bach, Carl Philipp Emanuel Bach, Johann Christoph Bach und Johann Christian Bach.

 

Leipzig

 

Bachstadt und Musikstadt Leipzig.

 

 

1722 verlässt Bach Köthen und wird - als "dritte Wahl"Thomaskantor in Leipzig. Neunundzwanzig Jahre befehden sich der Rat, die Rektoren der Thomasschule, die Universität und Johann Sebastian Bach. Nur unterbrochen von einer kurzen vierjährigen Ausnahme. Höhepunkt dieses Disputs ist der Präfektenstreit. Die Matthäus-Passion entsteht 1727 als herausragendes Werk unter sehr vielen bedeutenden.

 

1747 spielt Bach auf Einladung vor König Friedrich dem Großen in Berlin und Potsdam. Für ihn komponiert er anschließend das Musikalische Opfer. 1750 erblindet Johann Sebastian Bach. Er wird zweimal operiert und stirbt ein halbes Jahr darauf.

 

Bach schrieb rund 10.800 Werke. Etwa 1.080 davon sind erhalten. Die Öffentlichkeit vergisst Bach nach 1750 und sein Werk. Etwa 80 Jahre lang. Heute liegt Johann Sebastian Bach in der Thomaskirche zu Leipzig begraben. Er gilt Vielen als der größte Komponist aller Zeiten, zu den größten zählt er für alle Menschen.

 

Dies ist nicht irgendeine Biografie – sondern die Biografie des anerkanntesten aller Wissenschaftler in Sachen Johann Sebastian Bach, Professor Christoph Wolff. Dessen Lebenslauf zum Thomaskantor enthält wirklich Alles und ist gleichzeitig natürlich auch auf dem neuesten Stand der Bach-Forschung. Diese Forschung in Sachen Johann Sebastian Bach wird – nach Meinung dieses Experten – wohl nie ganz zu Ende geschrieben sein.

 

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