BACH über BACH
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Bach-FAQ 123

 

Anna Magdalena Bach – Die Wahrheit über Anna Magdalena Bach

 

 

Zu den 100 wichtigsten Bach-FAQ.

Ist es Anna Magdalena Bach oder ist es Anna Magdalena Bach ... eben nicht? Dieses Bild oben heißt "Singende Muse an der Pleiße" und in der rechten Bildhälfte sitzen zwei Menschen an einem Tisch. Es heißt, dass man hier Johann Sebastian Bach hinter einer tragbaren Orgel sieht, und das rechts daneben seine Frau Anna Magdalena Bach ist. Es ist übrigens das einzige Bild von Anna Magdalena Bach, zu dem es beinahe keinen ( ! ) Einspruch bezüglich der Authentizität gibt.

Weil es von Anna Magdalena Bach aber eben kein gesichertes Bild gibt, "darf" links dann eben ihr Ehemann. Zum Buch rechts: Ich habe es mit Vergnügen gelesen, denn es ist sehr unterhaltsam! Und nicht nur das, es ist wissenschaftlich fundiert. Natürlich weiß man danach (... sicherlich fast) alles über Anna Magdalena Bach, erfährt aber auch viel über das Leben damals in Leipzig und wie es der Thomaskantor 27 Jahre lang meisterte. Wichtig: Im Gegensatz zur "Kleinen Chronik der Anna Magdalena Bach" schreibt der Gewandhausmusiker und promovierte Musikwissenschaftler Dr. Eberhard Spree über gesicherte Fakten. Der Roman von Meynell dagegen ist ein Roman und sicherlich die sympathisch-anspruchsvollste, leichte Annäherung an den Komponisten, nicht ( ! ) jedoch an seine zweite Ehefrau Anna Magdalena Bach. Wenn Sie sich also über Bachs zweite Frau unterhaltsam informieren möchten: Das Buch oben rechts ist die perfekte Lektüre.

 

 

Das Leben der Anna Magdalena Bach

 

Anna Magdalena Bach ist am 22. September 1701 als Anna Magdalena Wilcke geboren. Schon der Vater, Johann Kaspar Wilcke, war Musiker, nämlich Hof- und Feldtrompeter am Hofe des Fürsten zu Sachsen-Zeitz. Und auch ihr Bruder war Feldtrompeter und Violinist. Anna Magdalena und ihre Schwester Christina erhielten eine professionelle Gesangsausbildung. Über die „Karriere“ von zwei weiteren Schwestern ist nichts bekannt. Im Alter von etwa 19 Jahren waren beide Musikerinnen „Singejungfern“ am weißenfelsischen Hof. Spannend: Anna Magdalena war so gut, dass sie anlässlich eines Gastspieles mit ihrem Vater am Hof von Zerbst ein doppelt so hohes Honorar erhielt wie der Vater. Alleine dieser Zweig der Musikerfamilie der "Bache“ (… aber nur im weitesten Sinne) bestand also aus vier Musikern, beziehungsweise Musikerinnen, die allesamt im „Ursprung der musicalisch-Bachischen Familie" fehlen, wenn man zum Beispiel „auf der Jagd nach der größten, berühmten Musikerfamilie der Erde ist“. Eigentlich ... ja "wirklich eigentlich" ... sind es noch einige Musiker mehr, alleine in diesem genealogischen Zweig. Denn beide Eltern der Anna Magdalena Bach, geborene Wilke, stammten ihrerseits aus ganzen Musikerfamilien und zwei der drei Schwestern Anna Magdalenas vermählten sich mit Hoftrompetern.

 

Ab 1721 war die spätere Anna Magdalena Bach dann Sopranistin am Hof von Leopold Anhalt-Köthen. Zu einer Zeit, als Johann Sebastian Bach seit Ende 1717 dort wirkte. Da Maria Barbara, Bachs erste Frau, 1720 starb, dürften sich die beiden Frauen also niemals begegnet sein. Anna Magdalena Bach (... ja damals eigentlich noch Wilke) erhielt am Hof des Fürsten übrigens das zweithöchste Gehalt, nach dem Kapellmeister. Aber immerhin doppelt so viel wie der "Musiker Nr. 3", gemessen an der Höhe der Bezüge. Am 3. Dezember 1721 heiratete Johann Sebastian Bach Anna Magdalena, damit wurde aus ihr die Frau Capellmeisterin Anna Magdalena Bach. Über ein Jahr lang lebten und arbeiteten beide in Köthen, dann folgte der Umzug nach Leipzig im April 1723.

 

Erst 1724 und 1725 trat Anna Magdalena Bach - in Köthen - wieder öffentlich auf. Und schließlich 1729 auch zusammen mit ihrem Mann und anlässlich der Trauerfeierlichkeiten für beider ehemaligen Arbeitgeber, den Fürst von Köthen. Von weiteren Performances hat man keine gesicherten Unterlagen, aber solche Auftritte und das dafür nötige Üben der Stimme dazwischen, sind sehr wahrscheinlich. Ansonsten war ihr ganzes Wirken „ganz sicherlich zur Musik passend“ und reichte vom Musikalienhandel, über das Kopieren von Noten bis hin zur Hausmusik. In Briefen an Johann Sebastian Bachs späteren Sekretär, seinen Cousin Johann Elias, weiß man, dass sie an der Gartenarbeit Spaß hatte. Und wer denn mehr über Anna Magdalena Bach erfahren möchte, der halte sich von der „Kleinen Chronik der Anna Magdalena Bach“ fern: Das ist nämlich nur eine herrliche, leicht verdauliche Lektüre für alle, die eine erste Annäherung an Johann Sebastian ( ! ) Bach suchen. Für alle anderen aber, sei hier nochmals auf das Buch von Dr. Spree hingewiesen, denn seine Lektüre ist sachlich hervorragend recherchiert und gleichzeitig unterhaltsam: zum Thema Bach keine Selbstverständlichkeit. Anna Magdalena Bach überlebte ihren Mann runde 10 Jahre und starb am 27. Februar 1760 in Leipzig. Zur finanziellen Situation kann in einem halben Satz zusammenfassen, dass sie keinesfalls in großer Armut lebte, aber eben auch durch die grandiosen Werke ihres Ehemanns „nicht versorgt“ war. Hätte es damals die GEMA bereits gegeben, hätte sie diese Zeit wohl steinreich verbracht: Sie aber musste für ihren Lebensunterhalt arbeiten.

 


 

Das Anna-Magdalena-Bach-Bild im Internet

 

Anna Magdalena Bach. Viel falsche Information wurde in den letzten 270 Jahren über Anna Magdalena Bach verbreitet. Hier gibt es die Wahrheit. Los geht es bei dem Bild über sie: Zwei sind dutzendfach im Internet verbreitet, aber beide bilden definitiv nicht Anna Magdalena Bach ab. Ich verzichte hier darauf, sie zu publizieren, denn dann würde ich selbst zu seiner Verbreitung beitragen. Konkret ist es das junge Mädchen mit dem blauen Kleid und der weißen Stoffhaube. Und dann ist es noch der Scherenschnitt, wenigstens hin und wieder. Ein drittes Motiv findet man beim Googeln, nämlich ebenfalls eine sehr junge Anna Magdalena an einem Cembalo. In jüngster Zeit treffen sie dort aber auch die brandneue Zeichnung der Esther Meynell, die meine Cousine für unser Projekt malte. Wie schön wenigstens das: Wikipedia nutzt keines der Anna-Magdalena-Bach-Bilder ... das ist cool! In der „Bach-Welt“ ist das bekannt, aber im Internet verbreitet es sich tausendfach weiter. Und das … lässt sich auch nicht stoppen. ich weiß das, denn ich selbst bemühe mich ganz besonders, wenigstens die Wahrheit zu Wilhelm Friedemann Bach zu verbreiten und hier ist das Bild mit Pelz und Hut nicht so sehr verbreitet, dass sich das nicht wieder löschen lässt: ein Vorhaben, das durchaus noch viele Jahre dauern kann. Das also ist nicht Anna Magdalena Bach. Schauen Sie selber, wie weit mehrere falsche Bilder auf dutzenden Homepages verbreitet ist.

 

Dann: Manche Publikationen – Biografen von Bedeutung behaupten das – führen aus, dass Johann Sebastian Bach nur deshalb wieder geheiratet hat, weil er seinen Haushalt und seine Kinder aus der ersten Ehe versorgt sehen wollte. Das wäre ganz vielleicht dann richtig, wenn Bach zu einer Zeit, als das Sterben noch weitaus häufiger "zur Tagesordnung" gehörte als heute, relativ schnell wieder geheiratet hätte. Zu einer Zeit, als Haushalt und Versorgung der Kinder für ihn eine nie gekannte neue Herausforderung darstellte. Diese Herausforderung wurde natürlich dann von Tag zu Tag leichter, denn erstens wuchsen die Kinder mit jedem Tag zu mehr Selbständigkeit heran und zweitens gewöhnte man sich mit jeder Woche nach dem Tod von Maria Barbara Bach mehr an eine andere Aufgaben-Verteilung. Die Dringlichkeit, nochmals zu heiraten, nahm also mit jedem Monat dramatisch ab. Bach heiratete erst nach ganzen 18 Monaten wieder. Zudem war es eine Musikerin, die so gut war, dass sie fast dasselbe Gehalt am Fürstenhof in Köthen bezog wie er. Wenn es denn also nur zwei wesentliche Gründe gab, damals zu heiraten und der Grund nicht die Versorgung von Haushalt und Kindern war, dann können nur andere Gründe dazu geführt haben. Und das heißt, dass Bach sich entweder ein zweites Mal verliebt hatte. Oder dass er in Anna Magdalena Bach eine perfekte Lebenspartnerin sah, weil sie ihm sicherlich mindestens sympathisch war und dann eben auch noch einhundert Prozent der Musik zugetan.

 


 

Johann Sebastian Bach hinterließ Anna Magdalena kein Vermögen

 

Bach war nicht reich und er starb auch nicht reich. Ganz im Gegensatz zu Georg Friedrich Händel, der zur selben Zeit lebte. Und er war auch damals nicht so berühmt, wie er es heute ist. Dazu kommt die Tatsache, dass es damals noch keine GEMA gab. Das heißt, weder Johann Sebastian Bach noch seine Frau Anna Magdalena profitierten davon, wenn seine Musik nach seinem Tod gespielt wurde. In jüngster Zeit stellte ein Musikwissenschaftler und Musiker fest, dass Bach Anteile an einer Silber-Mine besaß. Das aber besagt nicht einmal, ob er „auf der anderen Seite“ nicht sogar Schulden hinterließ (... wie Sie später hier noch lesen werden). Auch heute kann jeder sein Sparbuch „plündern“, dafür Aktien einer Goldminen-AG kaufen und trotzdem „unter dem Strich“ kaum Geld besitzen. Fakt ist, dass Anna Magdalena beim Rat von Leipzig dringend um eine Armenrente anfragte – das tut man kaum, wenn man genug Geld beiseite hatte – aber nur für ein halbes Jahr erhielt. Mindestens war das mein Kenntnisstand, bevor ich es besser wusste. Das Vermögen, das Bach in Sachwerten hinterließ, ist dokumentiert und auch daraus lässt sich folgern, dass Anna Magdalena nicht vermögend war. „Relative Armut“ ist eine gerne verwendete Formulierung, die die Finanzsituation der Anna Magdalena Bach nach dem Tod des Thomaskantors erlebte. Aber auch das stimmt so nicht, laut jüngster Forschung durch den Musiker des Gewandhausorchester in Leipzig und Bach-Autor Eberhard Spree.

 

Nochmals das Bild von oben: Jetzt sieht man Johann Sebastian Bach und Anna Magdalena Bach besser. Wenn sie es denn sind!

 

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Anna Magdalena Bach vs. Esther Meynell

 

„Die kleine Chronik der Anna Magdalena Bach“ ist eines der erfolgreichsten Bücher über Johann Sebastian Bach. Gut, richtig, was viele Bach-Kenner aufführen: Dieses Büchlein ist keine ganz ernstzunehmende Biografie … aber sie kommt dem schon sehr, sehr nahe. Und was kann man schon über ein besonders erfolgreiches Buch sagen, wenn man gerade selber eine weitere Biografie über den Meister geschrieben hat. Richtig, das sind einige kleine geschichtliche Beugungen enthalten. Zudem äußert sich Anna Magdalena in einer Art und Weise, wie sie ganz sicherlich nicht überliefert ist … ihr aber auch nicht widersprochen wird. Viele Auflagen und hohe Auflagen verkaufte die britische Schriftstellering Esther Meynell: Ganz besonders leicht führt sie in das Leben des Star-Komponisten ein. Unterhaltend, lieblich, easy going … das machte den Erfolg des Buches aus, bevor sein Nachdruck – den viele, viele Verlage beauftragten – eingestellt wurde. Heute ist sie nur noch gebraucht erhältlich, ist aber so gut, dass mein Verlag „Bach 4 You“ sie als eine von zwei Bach-Biografien anbietet, zwei von runden 700, die nicht von diesem Verlag publiziert werden. Von Esther Meynell gab es bis vor kurzem kein vernünftiges Bild, bis schließlich meine Cousine, Briana Bach-Hertzog für mein Projekt „Bach über Bach“ eines malte. Es ist das nächste Bild und darunter gibt es ein kleines, kurzes Video, wie dieses Bild entstand.

 

Das einzige hochauflösende Bild von Esther Meynell im Internet. Esther Meynell ist die Autorin der Roman-Biografie "Die kleine Chronik der Anna Magdalena Bach".

 

100.000e Exemplare wurden von mehreren deutschen Verlagen veröffentlicht. Jüngere Biografien ersetzten schließlich jedoch dieses mehr als erfolgreiche Buch.

 

Das kleine, kurze Video: Briana Bach-Hertzog, eine Cousine J.S. Bachs, die heute in den USA lebt, malte Esther Meynell, die Autorin der "Kleinen Chronik der Anna Magdalena Bach" für unser Bach-Projekt.

Ja, eines Tages werden wir zusätzlich die Musik von Johann Sebastian Bach unter diesen Mal-Event mischen. Und ... das ist wichtig: Das ... ist nicht Anna Magdalena Bach!

 


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Ein Hoch auf Wiki – ein Fehler bei Google!

 

Wie schön, Wikipedia macht nicht mehr mit dem Bildnis auf, das Anna Magdalena Bach als junges Mädchen mit weißem Käppchen und blauem Gewand darstellt. Das ist ... nämlich nicht Anna Magdalena Bach. Leider ist genau dieses Bild allerdings auf der rechten Bilder-Seite, auch wenn man "Anna Magdalena Bach" und dort nicht das Bilder-Angebot googelt.

Diese Gedenktafel ziert das Haus, an dessen Platz einst das Geburtshaus der Anna Magdalena Bach stand: nämlich die Messerschmiedestraße 22 in Zeitz (... nicht auf dem rechten Bild ... das ist nur ein hübsches Foto vom Zentrum in Zeitz). Das Bild oben links ist eine seltene Aufnahme im Internet und wir freuen uns, dass uns das Portal „Musikkoffer Sachsen-Anhalt“ zur Bitte an die Fotografin begleitete, die diese Publikation freundlicherweise genehmigte. Weil dieses Haus nicht mehr steht – es wurde 1888 abgerissen – ist oben rechts eine attraktive Stadtansicht von Zeitz und kein Bild vom Haus, wie es dort heute steht. Anna Magdalena Wilcke ist übrigens am 22. September 1701 geboren (... aber das Datum auf der Plakette kommt dem tatsächlichen ja sehr nahe ... mit einem Schmunzeln und wie schön, dass es die Plakette überhaupt gibt!) Anna Magdalena war demnach 16 Jahre jünger als Johann Sebastian. Foto © Dr. Christine Klein. Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle!

 

Zeitzerinnen und Zeitzer wissen mit diesem Foto, wo genau die Plakette für Anna Magdalena Bach zu finden ist: auf diesem Bild entdeckt man sie kaum, sie hängt rechts von Scheibe, in der sich die andere Straßenseite spiegelt. Ganz im Hintergrund sieht man übrigens den Turm des Zeitzer Schlosses. 

 

Und weil oben der Turm des Schlosses nur ganz winzig zu sehen ist, bekommen Sie, als Service sozusagen, von mir auch ein Bild des ganzen Schlosses in voller Pracht.

 

Ein richtig cooles Foto, das Jens Gerber uns für diese Seite zur Verfügung stellte. Dankeschön dafür! Gibt es einen Menschen auf unserem Planeten, der sich in den letzten Jahren so intensiv wie nur wenige andere mit Anna Magdalena Bach beschäftigt hat? Yup, den gibt es. Oben sehen Sie ihn: Es ist der Gewandhausmusiker und Autor Dr. Eberhard Spree, der sogar seine Dissertation, eine zusätzliche Publikation, zu "seinem Thema" schrieb. Natürlich ist sie "trockener" als sein späteres, 2021 publiziertes Werk, aber für Anna-Magdalena-Fans, die gar nicht genug bekommen können, ist hier ein Link auch zu diesem Angebot. Aber Achtung: Verwechseln Sie diese beiden Optionen bitte nicht! Hier geht's deshalb nochmals zum aktuellen, jüngeren Buch von 2021!

 


 

Eine Ehrung für Anna Magdalena Bach

 

Es gibt noch eine Ehrung für Anna Magdalena Bach und man findet sie als eines der Bach-Highlights rund in der und um die Thomaskirche herum: Es ist eine Plakette im Thomaskirchhof in Leipzig. Damit sind es dann sieben Bach-Highlights, die man dort erleben kann: Zunächst natürlich das Neue Bach-Denkmal, dann Bachs Grab in der Thomaskirche. Als Nächstes das Bach-Fenster im hinteren Teil nah der Orgel, wenn wir schon in der Kirche sind, das Alte Bach-Denkmal, wenn man nur 20 Schritte Richtung Grünfläche oder Haupteingang der Thomaskirche läuft, das Bach-Archiv auf der gegenüberliegenden Seite der Thomaskirche, der Bach-Shop ein paar Stufen an der Kirche hinab und ja ... die genannte Ehrung für eben ... Anna Magdalena Bach. Alle Denkmäler für Johann Sebastian Bach findet man übrigens hier.

© Foto/Quelle/Lizenz:Evergreen68 [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons

Die Ehrung für Anna Magdalena Bach ...

 

Sieben gute Gründe gibt es für Bach-Fans, sich auf die Thomaskirche und die Bach-Highlights drumherum zu freuen.

 

Das Neue Bach-Denkmal.

 

Das Alte Bach-Denkmal.

 

Das Bach-Fenster im Kirchenschiff gegenüber der Seite mit dem Bach-Grab, links.

 

Das Grab von Johann Sebastian Bach in der Nähe des Altars. Anna Magdalena Bach hat es nie gesehen.

 

Das Clavier-Büchlein, das Johann Sebastian Bach für seine Anna Magdalena Bach, besser Anna-Magdalena Bachin anno 1722 zusammenstellte. Hier gibt es speziell dazu mehr Information.

 


 

Anna Magdalena Bach in der FAZ

 

Wen jetzt direkt und sofort die über die neuesten Forschungs-Ergebnisse zur Person Anna Magdalena Bach lesen möchte, der ist bei der Tageszeitung "Frankfurter Allgemeine" gut aufgehoben. Hier wird spannend dargestellt, dass Bachs zweite Frau durchaus nicht für "Haus und Familie" zuständig war, sondern durchaus als Unternehmerin tätig. Hier kommen Sie zum Bericht. Allrdings Achtung: Es ist der Artikel über die Dissertation von Doktor Eberhard Spree. Zu seinem viel unterhaltender lesbaren Buch geht es deshalb, damit kein Durcheinander entsteht, nochmals hier.

 

Die Thomasschule: Hier lebte Anna Magdalena Bach runde 27 Jahre zusammen mit ihrem Mann, den vielen Kindern und auch Schülern.

 

Für Bach-Fans ist es ein bekanntes Bild von Toby E. Rosenthal, aber ... Sie ahnten es ... auch hier ist Anna Magdalena Bach nicht authentisch abgebildet.

 


 

Und dazu fünf Buch-Hinweise und ein paar Mal findet sich auch Lesestoff im Internet

 

2004 erschien das Taschenbuch von Maria Hübner "Anna Magdalena Bach: Ein Leben in Dokumenten und Bildern" für diejenigen unter Ihnen, die nun mehr Lust auf AMB haben. Von der gleichen Autorin erschien im Jahr 2021 dazu das Buch "Frauen der Bach-Familie". Für weit weniger Geld, aber mit einer wesentlich besseren Rezension bildet das Taschenbuch von Eleonore Dehnerdt "Die Sängerin Anna Magdalena Bach" einen Teil des "Mittelfelds" meiner Buchempfehlungen. Allerdings gilt für dieses Werk der Hinweis: Es ist ein Roman und enthält viele Fantasien! Das Notenbüchlein für Anna Magdalena Bach ist als Publikation bekannt, ist aber natürlich etwas ganz anderes, als spannender Lesestoff über die Witwe des größten Musikgenies aller Zeiten. Brandneu ist 2021 das Buch des Forschers und Musikers Dr. Eberhard Spree über Anna Magdalena Bach: "Die Frau Capellmeisterin Anna Magdalena Bach. Ein Zeitbild" ... ist der Titel und tatsächlich war das damals die korrekte Anrede! Er hat ganz besonders akkurat geforscht, viele Dokumente zugrunde gelegt und was dabei herauskam, ist wirklich Ihre Aufmerksamkeit wert. Zunächst liest es sich ausgesprochen angenehm, kurzweilig und spannend. Dann gibt es aber eben auch einen klaren Blick auf die finanzielle Situation der Anna Magdalena Bach nach dem Tod des Thomaskantors frei: Wie so oft, ist es das ... nicht schwarz, nicht weiß", was für die Lebenssituation der Musikerin und 13-fachen Mutter zutrifft. Nein, Almosen zu beantragen und auch zu beziehen, war damals kein Indiz für bittere Armut. Viele Witwen, mit mehr Vermögen und auch mit weniger, die nicht mehr in der Lage waren, ihrem Stand entsprechend zu leben, beantragten es. Es stand dem Überlebenden einfach zu. Anna Magdalena starb also nicht bitterarm. Aber sie lebte die weiteren Jahre, nach Johann Sebastian Bachs Tod, auch nicht unbekümmert und frei von finanziellen Sorgen weiter. Präzise, aber unterhaltend führt Doktor Eberhard Spree auf, womit die zweite Gattin des Capellmeisters ihren Lebensunterhalt verdienen musste: durch den Handel und das Vermieten von Musikalien und das Untervermieten von Wohnraum. Vielleicht gab sie auch noch Musikunterricht, vielleicht kopierte sie auch Noten zum Verkauf oder der Ausleihung. Gleich nach dem Fund, der nachweist, dass Bach auch Anteile an einem Silber-Bergwerk besaß - das fand dieser Autor Spree nämlich heraus ( ! )  - räumte der auch schon wieder damit auf, dass Bach dann reich, wenigstens aber wohlhabend gewesen sein musste. Wie ich schon weiter oben anmerkte, nämlich, dass man mit einem Investment auch Geld verlieren kann ... genau so bestätigt das die Publikation von Spree über Anna Magdalena Bach: Es war ein Zuschuss-Geschäft, man unterhielt damals zunächst die Investition, das heißt man bezahlte dafür, dass überhaupt nach Silber gegraben werden konnte. Die Wahrscheinlichkeit, solches Edelmetall auch zu finden, lag bei nur ganzen drei Prozent. Nicht sofort, aber relativ bald, gaben die Bachs, genauer, Anna Magdalena Bach, diese Anteile auch wieder zurück. Oder besser, sie stoppte die Zahlungen und dadurch fiel der Anteil an die Gesellschaft zurück. Am 17. Novemeber 2021 publizierte die renommierte Tageszeitung FAZ zu diesem Buch einen umfangreichen Artikel, der leider (noch) nicht bequem mit einem Link zu erreichen ist.

 

Im Internet kann man sich natürlich auch über diese Musikerin weiterbilden, die in Köthen vor ihrer Heirat mit dem Wittwer Johann Sebastian Bach so viel bezahlt bekam, wie der Meister selbst. Selbstverständlich und auf der Google-Seite 1 ganz oben ist Wikipedia. Ein ganz spezielle Extra-seite gibt es für alle Interessierten, die sich punktgenau für dieses oben angeführte Notenbüchlein interessieren: Hier geht's zu diesem Spezial-Wikipedia-Beitrag. Dazu gibt es zum Thema noch einen Treffer und das ist die Wikiwand.com. Auch hier gibt es für die ganz besonders Interessierten Spannendes zu entdecken. Ein Klick reicht dazu schon aus. Nicht irgendeine Universität meldet sich mit ihrem Beitrag zu Wort, es ist die Universität Leipzig, die zum Thema Frauenpersönlichkeiten einen kompakten Artikel liefert: Ute Tartz titelt knapp und bündig: Anna Magdalena Bach. Wesentlich ausführlicher ist da Academic und der Titel ist spannend: Anna Magdalena Wilcke ... wer diesen Beitrag wohl findet?! Fembio.org wollen wir hier nicht vergessen, ganz vorne bei Google mit dabei und auch das ist eine kompakte Information, die contenmäßig so zwischen meiner und einer der Bücher über Anna Magdalena Bach anzusiedeln ist. Sie führt als Quellen Karl Geiringer, mit seinem Buch "Die Musikerfamilie Bach" an. Aber eben auch "Die kleine Chronik der Anna Magdalena Bach", und sie ist ja bibliografisch "mit sehr spitzen Fingern anzufassen". Hier geht's hin. Und einzig aus dem Grund, weil die Seite niedlich ist, sei hier auch noch die Biografie von Anna Magdalena Bach der Anna-Magdalena-Bach-Grundschule der Stadt Leipzig aufgeführt. Schauen Sie doch dort einmal vorbei.

 

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