Peter Bach ... Wer ist denn jetzt eigentlich Peter Bach sr.?

Von Peter Bach jr.

 

Peter Bach "in Ausübung" seines Hobbys: Peter Bach sammelte Zinnfiguren und das im Zusammenhang mit der Geschichte des Bieres und der Geschichte der Feuerwehr. Auch so werde ich – werden wir – ihn in Erinnerung behalten.

 


 

Es ist der 7.7.2017: seit gestern ist Peter Bach aus Flein einfach nicht mehr da!

 

Peter Bach – sr. ( ! ) für mich, er selbst mochte das "sr." nicht so sehr ... Peter Bach sr. ... ist gestern nach einem sehr langen, erfüllten Leben gestorben. Und so, wie mir nun schon ein Leben lang kreative und ungewöhnliche Dinge einfallen – wie zum Beispiel dieses Bach-Projekt – kommt mir gerade in den Sinn, meinen Papi mit etwas ganz Besonderem zu ehren. Peter Bach bekommt von mir nicht nur ein Wiki. Dass es wegen fehlender Relevanz von Wikipedia-Editoren verworfen werden würde, ist ohnehin wahrscheinlich. Nein, Peter Bach soll bei Google ganz nach oben unter die ersten 10 Positionen weltweit klettern. Man soll ihn finden, wenn man ihn sucht. Heute und morgen und bis ans Ende der Zeit.

 

Peter Bach sr. – ihm gebührt dieser Ehrenplatz und mit dem 7.7.2017, einen Tag nach seinem Tod, mache ich ihn zum Ehrenmitglied des Johann-Sebastian-Bach-Dream-Teams.

 


 

Eine sehr, sehr persönliche Seite auf meiner Homepage zu Ehren meines Papis

 

Also hat diese Seite meiner Homepage mit dem Menschen zu tun, der mir neben meiner Frau Renate am nähesten steht und stand: diesem Peter Bach, der mich (als diese Seite entstand) 60 Jahre lang begleitet hatte und der nun seit gestern mit 94 Jahren doch tatsächlich nicht mehr da ist. Das war eigentlich in meinen Plänen gar nie so angedacht. Natürlich habe ich eigentlich seinen Tod schon über ein Jahrzehnt – und plötzlich und irgendwie – erwartet. Aber er ließ uns sehr lange Zeit, um uns in allen erdenklichen Varianten zu verabschieden. Seit er nicht mehr lebt, gilt die Überlegung, nicht alt werden zu wollen, wenn es denn so endet – für mich – nicht mehr. Gemessen daran, was Manche erdulden und erleiden müssen, hatte er nicht nur mit seinem Leben, sondern auch mit seinem Abschied ein schönes Leben – das aber vom Feinsten – gehabt. Dieser Peter Bach. Ich hinterlasse ihm hier einen ganz besonderen und auch sehr "quergedachten" Nekrolog. Einen Nekrolog 4.0 sozusagen. Diesem Peter Bach. Diesem Peter Bach sr., der er für mich während 3 Jahrzehnten der gemeinsamen spannenden Zusammenarbeit gewesen ist. Und den 6 Jahrzehnten Zusammensein.

 

Peter Bach: Er war Autodidakt, er war Rhetoriker, wie ich keinen besseren kenne, er hat sein Hobby zum Beruf gemacht und er hat meiner Frau und mir den Weg zu unserem Berufsleben geebnet. Bis zum Schluss erlebte er, wie sich mehrere "Kreise in 6 Jahrzehnten schließlich schlossen".

 


 

Südtirol, Vorträge, Diaschauen – Peter Bach war in Deutschland und vielleicht darüber hinaus auf der Erde der Erste

 

Südtirol, Brauchtum, Peter Bachso passte das vor 60 Jahren, so passt das heute noch und so wird es bis in alle Zukunft passen! Foto: Peter Bach.

 

Peter Bach erfand die Diaschau – und kaum Einer wusste das bisher. Lange noch nach dem Krieg waren Lichtbildervorträge etwas Besonderes. Peter Bach füllte ganze Vortragssäle mit Publikum. Kleine Säle auf dem Land und die ganz großen in den Metropolen in Deutschland. Zusammen mit Volkshochschulen und Zeitungsverlagen, die für solche Veranstaltungen warben und die Menschen, nach dem Krieg, in die heutige Urlaubswelt einführten. Peter Bach fotografierte damals Brauchtum und Natur. In Südtirol, im Schwarzwald, in Bayern und dort vor allem nennenswert, auch in Garmisch-Partenkirchen und Oberammergau. Und Peter Bach liebte Musik, volkstümliche Musik. Er wollte sie konservieren und hat sie dann auch konserviert. BASF sponserte dazu ein Tonbandgerät und Peter Bach machte fortan Tonaufnahmen. Schrieb Texte. Sprach sie auch selbst und vertonte sie mit der oben erwähnten Musik. Das Equipment, um diese Werke – diese Vorträge – zu "transportieren", war das alte Magnetophon-Tonbandgerät, ein Reiselautsprecher – unendlich schwer – und ein simpler Diaprojektor.

 

Südtirol, Bayern, Österreich ... das aber konsequent und am liebsten in Jeans. Peter Bach, unser Boss, bleibt uns allen so in Erinnerung. Und das ist gut so.

 


 

Peter Bach erfindet den ersten optischen Trick-Effekt und läutet damit das heutige Internet 4.0 ein. Das ist jetzt nicht ernst!

 

Peter Bach hat's erfunden. Tatsächlich. Das mit dem Vorläufer des Internets 4.0 ist natürlich durchaus übertrieben. Und ich nenne ihn hier auch nur deswegen so oft Peter Bach, weil ich ihm ja den ihm gebührenden Platz bei Google verschaffen will. Für mich war er Papi, Väterchen, für uns alle war er auch der Pebbels. Jetzt ... ist er nicht mehr da. Aber auch noch nicht ganz fort. Denn heute ist die Beerdigung in etwa 4 Tagen.

 

Stundenlang haben wir gemeinsam gewartet, in den Bergen, in Südtirol, im Idealfall auf den Sonnenuntergang am Schlern, mit einem Murmeltier links im Vordergrund, einem Edelweiß am rechten Bildrand, das berühmte weiße Wölkchen oben in der Mitte – genau über dem Bergmassiv – viele Stunden waren es ... addiert. Noch heute ist eine gute Wolke nur dann eine gute Wolke, wenn sie die Sonne nicht verdeckt. Ein gutes Foto ohne Sonnenschein – undenkbar für Peter Bach sr. – undenkbar für Peter Bach jr.!

 

Klar wurde mir als Zwerg damals langweilig und das Murmeltier äugte zwar aus seinem Bau, aber nachdem ich mich bewegte, pfiff es ... und weg war es danach. Der zweite Pfiff erfolgt von meinem Vater, es war der Anpfiff. Er musste sich mit Sonnenuntergang, Edelweiß, Schlern und Wölkchen begnügen und das Foto wurde prima. Ohne Murmeltier. Prima genug.

 

Peter Bach: Er hat aus seinem Hobby einen Traumberuf für zwei Generationen Bache – heute Bachs – gemacht! Danke, Peter Bach oder besser dankeschön, Papi.

 


 

Peter Bach zelebriert den ersten "vorelektronischen" Sonnenuntergang

 

Wann fotografiert man in die Sonne? Nicht bevor man sie mit bloßem Auge ansehen kann. Und dann misst man die Belichtung mit einem Belichtungsmesser noch davor, damals als Profi üblich. Denkt auch nochmals daran, einen Film eingelegt zu haben und nicht gerade die Position 36 in Bereitschaft und drückt auf den Auslöser einer Exakta-Kamera. Diese Sonne auf einem Foto war es, die vor runden 50 Jahren – einem halben Jahrhundert inzwischen – Tausende Besucher seiner Vorträge begeisterte. Peter Bach umfasste das Objektiv des Diaprojektors – vor dem Objektiv – und schloss langsam die Hand. Von außen nach innen wurde das Bild an der Leinwand dunkler, bis zuletzt nur noch die Sonne "auf der Leinwand schien". Und anschließend verlosch. Herbst war es auf diesem Bild mit der untergehenden Sonne, mit leuchtendem Laub auf traumhaften Bäumen, natürlich Berge im Hintergrund. Die Musik verstummte und es war dunkel. Schon einige hatten sich umgedreht, was Peter Bach da an seinem Leitz-Diaprojektor tat. Das "Abblenden" dauert keine 2 und keine 4 Sekunden, sondern ganze 30 und das Dunklerwerden des Bildes wurde zunächst vom Publikum auch überhaupt nicht wahrgenommen. 2 oder 3 Sekunden war dann alles still. Obwohl: Die Menschen im Publikum tuschelten. Eine helle Melodie erklang danach vom "Magnettonband" und Peter Bach hatte inzwischen – mit der anderen Hand – das Dia gegen das kommende getauscht. Automatisch ging das noch lange nicht. Mit dem Ertönen des ersten kristallklaren, hellen Tons des folgenden Musikstückes öffnete er in einer halben Sekunde die Hand und ein herrliches Panorama erschien als tief verschneiter Winterwald, ebenfalls vor traumhafter Bergkulisse. Und natürlich ... im gleißenden Sonneschein.

 

So kennt man ihn in Flein: nett, sympathisch, höflich, charmant: Peter Bach aus dem Parkweg, die wichtige Hälfte des "Dream-Teams Ingrid und Peter Bach".

 


 

Peter Bach sr. + Peter Bach jr. gemeinsam

 

Winterzeit war Vortragszeit und so begleitete ich meinen Dad schon früh und oft zu solchen Dia-Vorträgen. Es begann nicht selten mit Fahrten über zugeschneite Straßen in die Volkshochschulen zwischen Karlsruhe und Stuttgart, zwischen Würzburg und München. Von der Pike auf diesen Job lernen, das war die Einweisung von Peter Bach dem Älteren an Peter Bach den Jüngeren: zum Beispiel das korrekte Aufwickeln einer Kabeltrommel. Schräg musste man sie halten, damit es einen ordentlichen "Wickel" gab. Und keinen Kabelsalat, wenn die nächste Veranstaltung in 10 Minuten beginnen sollte. 

 

Nächste Stufe auf der Karriere für den kleineren der Peters war das komplett Zusammenpacken der Ausrüstung, während der Peter Bach, der noch gestern in der örtlichen Zeitung angekündigt war, jede Menge Fragen nach der Filmsorte, dem Vorteil von dieser gegenüber jener Kamera oder – noch wichtiger – mit welcher Zeit und Blende welches beeindruckende Foto entstand, beantwortete.

 

Was Peter Bach der Große tat, das wollte Peter Bach der Kleine auch. Von mir gibt es Bilder mit Kamera um den Hals aus Zeiten, an die ich mich nicht einmal mehr erinnere.

 


 

Peter Bach, der Beginn eines kleinen Familienbetriebs in Flein bei Heilbronn

 

Wenigstens sollte ich etwas Vernünftiges lernen, dann könne ich immer noch mitmachen. Peter Bachs Meinung ... nicht im Wortlaut. Es führte zu meinem Diplom der renommierten Lazi-Foto-Fachschule, damals noch in Stuttgart und zu einem Wehrdienst in der Pressestelle der 12. Panzerdivision in Veitshöchheim bei Würzburg. Letzteres war durch die Position erträglich. Ab dann war es ein gemeinsamer Weg. Über 30 Jahre lang und einer Mitarbeit von Peter Bach sr. bis zum 83. Lebensjahr. Weg vom Dia hin zur Elektronik. Noch heute bewundern wir – die ganze Familie – seine Zähigkeit, neue Kontakte zu knüpfen und dann zu pflegen. Leicht war es meistens nicht. Lange, lange Zeit arbeitete er auch im Team mit seiner Schwiegertochter Renate. Sie ist übrigens meine Frau, aber das hätten Sie auch ohne meinen Hinweis geahnt.

 


 

Peter Bach im Spiegel der Presse

 

Richtig, ganz ernst darf man die Überschrift nicht nehmen, und dennoch ... selten war er nicht in der Presse zu finden. Dutzende von Berichten begleiteten ihn nicht nur die letzten 10 Jahre seines Lebens. Seit Beginn seiner Zeit als Dozent, so nannte er sich selbst ... wie denn auch sonst ... wurde über seine unzähligen Vorträge in der Lokalpresse berichtet. Denn er löste den Vortag mit dem Bambusstock ab. Seine Präsentation war top-modern. Lange Jahre war die Präsenz in den Blättern der Republik eher selten. Aber das änderte sich zum Ende des Jahrhunderts Mit Zinnfiguren-Dioramen aufstellen, der Eröffnungsveranstaltung, der Ausstellungszeit selbst und dann wieder dem sorgsamen Abbau und der "Rückführung der Zinnfiguren" nach Hause, war Peter Bach wieder mit der morgendlichen Zeitung präsent.

 

Folgende Publikationen ... es sind nur wenige von vielen ... machten Peter Bach einem kleinen Kreis in Sachen Zinnfiguren Interessierter bekannt und ihm natürlich Spaß. In der OP Online, der Offenbach-Post im Internet, ist das Reinheitsgebot für deutsches Bier ganz großes Thema und eine Fotostrecke gibt es zum Artikel. Das Rathaus Schwabmünchen titelt auf der eigenen Website. „Eine (sehr) kleine Geschichte des Bieres. Zinnfiguren-Dioramen von Peter Bach“ heißt der Artikel dort. Und klar doch, selbstverständlich berichtet auch die HEILBRONNER STIMME, die für meinen Papi am Morgen einfach unverzichtbar war: „Mönche, Ritter, Stammtischbrüder". Ein langer Artikel ist es und ein schönes Bild. Das Main-Echo titelt in ihrem Artikel „Kleiner als ein Streichholzkopf“. Die SÜDWESTPRESSE berichtet im Beitrag „Zinnfiguren erzählen“ über den Sammler Peter Bach aus Flein. Ein Bericht über das zweite spannende Sammelgebiet, nämlich die Feuerwehr, soll diese kleine Liste beenden. Publiziert wurde er vom Kreisfeuerwehrverband Heilbronn. Das Internet vergisst nie … in meinem Falle ist das richtig gut. So hätte es Peter Bach gefallen. Heute noch kann man einen Teil seiner Dioramen und Zinnfiguren in der Brauerei Binder in Bad Tölz erleben.

 


 

Das Ende der Vorträge von Peter Bach

 

Die Zusammenarbeit mit Peter Bach begann bereits lange bevor ich Fotografieren lernte, also lange vor meiner Bundeswehrzeit. Das war, als ich mit meinem Papi auf Fototouren unterwegs war. Ich erinnere mich an Fototrips in den Dolomiten, zum Teil hoch zu Ross, wenn auch Haflinger nicht wirklich hoch sind und an einen gemeinsamen Trip nach Basel, um dort um 4:00 Uhr morgens den Morgestraich zu fotografieren. Die Fotos, besser die Dias, komponierte er später zu einer der letzten kulturellen Shows.  

 

Ich erinnere mich, dass ich in  Südtirol nur "mit dabei" war und die Murmeltiere verscheuchte, die er fotografieren wollte. In Basel allerdings war ich dagegen bereits fotografisch sehr aktiv.

 

Zwischen beiden Events in einem Abstand von einigen Jahren begleitete ich meinen Papi auf vielen Fahrten zu vielen Vorträgen, die er im Auftrag von Volkshochschulen, Volksbildungswerken und vor allem auch Tageszeitungen hielt. In den Herbstmonaten, bei Schneefall, Platzregen und im Nebel begleitete ich ihn zu den Events in der Nähe: Mühlacker, Pforzheim, Bruchsal, Eppingen und einige mehr sind mir in Erinnerung. Die Lampe im Diaprojektor mit dem Föhn kühlen (... das hatte ich weiter oben vergessen) und das korrekte Einrollen des Verlängerungsnetzkabels (... das hatte ich bereits erwähnt). Warum Föhnen? Ersteres, weil die heiße Projektorlampe bewegt, sie sicher zerstörte, zweiteres, damit sich das Kabel in der kleinen Kabeltrommel nicht verdrehte und beim nächsten Event fast nicht zu verwenden war: Wenn man sie schräg hält, die Kabeltrommel, dann geht das. Aber auch das hatten wir ja schon weiter oben. Alles zu einer Zeit, als wir alle in Deutschland uns am Ersten Deutschen Fernsehen freuten und noch zum Gerät liefen, um lauter zu stellen, waren die Säle meist komplett voll waren und der Applaus Peter Bach und seinen Sohn (... mich) begeisterte.

 

Irgendwann wurde die Wirtschaft auf Peter Bach aufmerksam. Zuerst waren es die RUHR-NACHRICHTEN, die eine solche Show über ihr Unternehmen haben wollte. Es folgten die KIELER NACHRICHTEN und später dann - das lag natürlich nahe, auch die HEILBRONNER STIMME, für die mein Dad eine Show mit dem Ruhrpott-Unikum Adolf Tegtmeier – oder auch Jürgen von Manger – machte. Für die Stimme war es die erste von 4 Schauen und damals hießen sie tatsächlich Tonbildschau. In manchen Haus nennt man unsere Digitalshows inzwischen heute noch so.

 

Große Namen folgten als Auftraggeber, zum Beispiel die Bitburger Brauerei, die Karlsberg-Brauerei, VOLKSWAGEN, KRUPP und schließlich viele Tageszeitungen und die DEUTSCHE PRESSEAGENTUR. In der Gemeinde Flein erinnern sich viele Fleiner und auch Fleinama – das sind die "Eingeborenen", also die Nachbarn, die geboren wurden, als die Eltern in Flein wohnten – an seine Tonbildschau über Flein. Eine Stunde war sie lang und informierte sowohl zum Thema "Queen Elizabeth aus Großbritannien, wie auch über die Wahl der württembergischen Weinkönigin 1951. Dieses Wissen spiegelt sich heute im Weinkalender über Flein wider. Highlight war ganz sicher die enge Zusammenarbeit mit einem Kreuzfahrtunternehmen, für das nicht nur einige, sondern viele Schauen entstanden. Kostenfrei mit der Familie Kreuzfahrten machen, dafür Geld zu bekommen und auch Lob: Wie könnte das Leben besser sein: Das war die Zeit mit Bodo-Knut Rall und seinem Unternehmen IAO, genauer INTERNATIONALE APFEL-KREUZFAHRTEN. Noch heute ist die IAO im Internet mit seinen legendären Eisenbahnwagons zu finden. Das hätte ich nicht gedacht, denn die Ära IAO endete lang vor dem Beginn des Internet-Zeitalters. 

 

Zunächst fuhren die pb-Studios Heilbronn zweigleisig und produzierten solche Shows tagsüber und abends folgten die Fahrten zu den Vortragsorten. Doch bald endete die Zeit, in der mein Papi, Peter Bach sr., kulturell unterwegs war. Die Vorträge nahmen zu viel Energie in Anspruch und ganz ungefährlich war es auch nicht, stundenlang im Dunklen, im Herbst und Winter, auf Landstraßen zu fahren. Die Zusammenarbeit dehnte sich dementsprechend auf die Herstellung von Shows für Zeitungen, Brauereien und für einzelne weitere Unternehmen aus. Viele Jahrzehnte waren wir – Peter Bach, meine Frau und ich – Marktführer bei der Herstellung solcher Präsentationen für Tageszeitungen im Bundesgebiet. Runde 160 Shows. Natürlich wandelte sich die Technik. Aus Dias wurden elektronische Fotos. Der Diaprojektor musste, wenn auch sehr spät, dem Beamer weichen und die Effekte wurden spannender und spannender. In den letzten zehn Jahren kam schließlich das Video-Angebot innerhalb der Shows hinzu, während sich mein Dad immer mehr der Akquisition widmete ... und damit einen hervorragenden Job tat.

 

Der Kreis begann sich zu schließen, als er noch fünf weitere Jahre bei bester Gesundheit lebte, nämlich nachdem Renate und ich uns dem Thema "Johann Sebastian Bach" widmeten und begannen, ebenfalls – 40 Jahre später – in kultureller Mission unterwegs zu sein. Zwar nicht mit einem Thema wie "Reisen, Südtirol und Co.", dafür auf der musikalischen Schiene. Und auch nicht in Form von Vorträgen, sondern mit dem Medium der Zeit, dem Internet.

 

Aus meiner Sicht und aus der von Renate können wir sagen, dass mein Vater, Peter Bach, ein sehr gutes Leben gelebt hat. Vielleicht wäre es ohne das eine Jahr im Krieg und ohne die Kriegswirren danach noch besser verlaufen, aber das kann man nicht verlangen. Viel Zeit haben wir gemeinsam verbracht. Auch viele, viele Urlaube. In Jesolo, in Südtirol, in Florida. Und an diese Zeit denken wir gerne zurück. An die Zeit mit Peter Bach.

 

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