Bach und Lady Gaga ... das macht schon Sinn. Was aber bedeutet „Bach und Lady Gaga im Quadrat“? Nun, die Überschrift passt in ihrer Art ganz zu diesem Bach-Portal. Und noch mehr zum Autor dieser Website: zum Lustigmacher der Musikerfamilie, zum Sprecher dieser kleinen Sippe, zum Schalk aus dem Weindorf Flein bei Heilbronn nördlich von Stuttgart. Die Lösung? Es gibt bereits - seit 2018 - einen Hinweis zu der Super-Kombi „Bach und Gaga“. Auf dieser Homepage: Es ist die Bach-FAQ 112..
In dieser FAQ 112 stellen wir die provokante Frage, ob die Gaga - Verzeihung Lady Gaga - bei Johann Sebastian Bach „geklaut“ hat. Als sie „Bad Romance“ präsentierte. Lesen Sie unten weiter. Sie kennen Lady Gaga gar nicht? Da kann Ihnen geholfen werden. Denn bei Wiki gibt es viel, viel Information, besonders, wenn Sie Lady Gaga nicht nur kennen, sondern sogar lieben..
Doch es wird hoch kompliziert..
Superstar Lady Gaga. Hat sie einfach bei Johann Sebastian Bach geklaut und ist „Bad Romance“ damit zum Teil Bachs Werk? Nun, zum Teil ist es tatsächlich Bachs Werk. Aber nur zu einem winzigen Teil. Aber geklaut ... nein, das hat die Gaga nicht. Inspirieren ließ sie sich, diese Lady. Good Job. © Info..
Und hier jetzt für alle Diejenigen, die Bildunterschriften nicht so gerne lesen - auch diese oben eben nicht - Lady Gaga hat nicht bei Johann Sebastian Bach geklaut. Sie ließ sich vom Meister inspirieren. Und ganz vielleicht hätte man Bad Romance ja auch „Lady Gaga feat. Johann Sebastian Bach“ nennen können. Aber ... andererseits ... wäre das vielleicht für viele Kids und junge Menschen richtig uncool gewesen. Gestohlen hat sie den Part in Ihrem Song, den Bach einst 300 Jahre - pi mal Daumen - vor ihrer Zeit erfand, also nicht. Übrigens gibt es zu genau diesem Titel von Lady Gaga, Bad Romance eine richtig coole Information auf Wikipedia. Und möglicherweise entstand aufgrund genau dieses Wikis das, was nun hier als komplette Seite auf meiner Website, bei Bach über Bach entstand: Nehmen Sie's bitte nicht ganz so ernst. Und unter der Anzeige geht es weiter im Text..
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20 Bach-Kalender..
Der erste der drei jüngsten Bach-Kalender. Sehen Sie sich unbedingt die Monatsblätter an. Über den Link zwei Bilder weiter unten..
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Im Bunde der Dritte ... unter den jüngsten Bach-Kalendern im Verlag. Hier kommen Sie jetzt zu den oben erwähnten Monatsseiten..
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Da fällt Gaga-Fans doch ein Stein vom Herzen. Alles gut. Gaga + Bach = Dream-Team. Zwei Topmusiker machen einen Song, das hat ja schon mit dem Ave-Maria gut funktioniert: vor einigen Jahren und mit Herrn Gounod. ©
Info..
Nun also Klartext: Warum also ist die Info zu Lady Gaga hier nochmals? Wenn sie doch schon als FAQ 112 existiert. Einfach, weil sie hier auch und zusätzlich hingehört. Und weil es hier mehr zu diesem Thema gibt. Dazu ursprünglich auch, weil ich Ihnen „entgegenkommen wollte“: nämlich bei Google. Bei Ihrer Suche..
Und dass Sie zu diesem Thema zur jüngsten Komposition eines Musikers unserer Zeit mit Anteilen vom Barock-Meister nach Lady Gaga suchen würden, war eben am wahrscheinlichsten. Auf dieser Seite werde ich Ihnen zusätzlich weitere Musiker und Bands sowie Orchester vorstellen, die bei Bach „entlehnten, kupferten oder ausborgten“. Oder sich einfach inspirieren ließen. Das ... oder seine Werke performen: Es... ist ja nicht dasselbe!..
Und „über die Gaga“ fanden Sie nun hier her. Oder über die FAQ 112. Also bekommen Sie jetzt alles komprimiert ... sozusagen. Übrigens hat die coole Lady aus Amerika sich aus dem Werk „Fuge in h-Moll aus dem „Wohltemperierten Klavier“, Teil 2, (... BWV 869) „bedient“. Hat sie? Wirklich?..
Genau so war mein Text zum Werk von Lady Gaga in ihrem Song Bad Romance mit Johann Sebastian Bach gedacht. Im Frühjahr 2019. Doch dann kam alles anders..
Die ganze Geschichte ist nämlich noch viel spannender. Natürlich … nur für den, der gerne lieber mehr liest. Für den, der interessiert ist. Und der sich Zeit für eine spannende, aber unwesentliche Entwicklung in meinem Bach-Projekt nehmen möchte..
Irgendwann 2018 entdecke ich im Internet seriöse Hinweise, dass Johann Sebastian Bach Lady Gaga zu einer Sequenz an Musik in ihrem Song „Bad Romance“ inspiriert haben soll. Mich selbst begeistert Gaga und im Besonderen genau dieses Werk von ihr..
Mit einem angemessenen Maß an Recherche wurde der Background 2018 zur damaligen FAQ 112..
2019 lernte ich, rund ein Jahr später, Reinhold aus Köln kennen. Er hatte da nämlich eine Frage. Und schickte mir über das Bach-über-Bach-Formular eine Nachricht. Zu „Bach plus Dusty Springfield“. Über das Bachhaus in Eisenach gelang es mir, Reinholds Frage zu beantworten und Reinhold überließ mir daraufhin 1. seine Kollektion an Künstlern, die sich von Bach inspirieren ließen und deren Werke. Und 2. die Liste der Künstler, die tatsächlich Teile Bachs in ihren Werken performten. Zwei tatsächlich unterschiedliche Disziplinen..
Im Frühjahr 2019 entstanden daraus schließlich zwei neue Seiten auf Bach über Bach: zusätzlich zur FAQ 112 (… Sie lesen ja gerade auf der zweiten von beiden). Der Content auf dieser Homepage-Seite: Welche Komponisten inspirierte Johann Sebastian Bach aus dem thüringischen Eisenach denn so in 275 Jahren? Und klar auch: Was bedeutet nun Lady Gaga²?..
50 Jahre sammelte Reinhold. Bei der Umsetzung seiner runden 25 Mails an mich und gefühlten aufgeführten hunderten Musikern erinnerte ich mich an meinen Fund „Bad Romance“ und ich realisierte: Lady Gaga ist nicht in Reinholds Sammlung! Warum nicht? Reinhold ist in dieser Disziplin schließlich der Spezialist auf der Erde..
Ich machte mich – nochmals im Internet – auf die Suche nach einer Bestätigung der Aussage, dass eine kleine Passage von Lady Gaga in ihre „Bad Romance“ übernommen wurde. Und ich fand …
… nichts wirklich Aussagekräftiges! Nur meine FAQ 112 ist bei Google ganz oben. Mir fiel aber auf, dass es Werke gibt, die von Bad Romance inspiriert und dann im Stil von Johann Sebastian Bach performt sind. Vielleicht hatte ich ja das Video „Fugue on a Theme by Lady Gaga“ angesehen und angehört (... auf YouTube). Und ich hatte es für die originale Fuge in h-Moll aus dem Wohltemperierten Klavier, 1 Teil, BWV-Nummer 869 gehalten. Aber dann wäre das, was ich da hörte, dem Song Bad Romance tatsächlich wirklich ähnlich. Jetzt können Sie in beide nacheinander kurz hineinhören: Hier das Original von Lady Gaga. Ein bisschen tricky ist es natürlich schon, dass das Vorspiel, das man als Bachs Werk bezeichnen kann, nur in der Video-Variante zu hören ist. Aber nicht in der Audio-Version..
Möglicherweise war im Sommer 2018 auch der Artikel von neues-deutschland.de ganz oben bei Google auf Position Nr. 1 und ich überlas, dass es sich um eine Frage handelte, nicht um eine Aussage. Möglicherweise entnahm ich diesen Hinweis auch dem Wiki „Bad Romance“. Missachtend dabei, dass Wikibeiträge top sind, man aber immer noch eine weitere Quelle suchen sollte. Und, da waren auch noch andere Hinweise, zum Beispiel Fragen in Foren, die mich veranlassten, diese oben angeführte Ähnlichkeit als coole Tatsache weiterzuverbreiten..
Im Frühjahr 2019 wiederholte ich also nochmals meine Recherche und konnte zu diesem Zeitpunkt keinerlei Ähnlichkeit mehr zwischen dem benannten BWV-Werk 869 und Bad Romance wiederfinden. Und das hatte seinen Grund: Nicht weil die Ähnlichkeit nicht da ist, sondern weil meine Ohren nicht so sehr geschult sind wie die von Bach-Kennern. Dazu war mein Wissen über Bachs Musik (... noch) nicht ausgebildet genug.
Also „mussten Fachleute her“: Und das waren zunächst – wieder einmal – die Damen und Herren im Bachhaus in Eisenach. Und da war auch meine „neue“ hoch qualifizierte „Quelle Reinhold“. Die Antwort aus dem Bachhaus in Eisenach kam – wie immer – pfeilschnell und las sich folgendermaßen:..
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Lieber Herr Bach,..
tolle Entdeckung. Das Stück von Lady Gaga kenne ich natürlich, aber habe da nie eine Verbindung zu JSB hergestellt..
Ich erkenne auch nur den Anfang, die ersten 12 Sekunden, mit dem synthetischen Keyboard als Bach (in hoher Geschwindigkeit abgespielt, vielleicht Capella-Programm o.ä.). Und es ist, wie Sie schreiben, die Fuge in h-Moll, WTK I., BWV 869..
Einen schönen Feiertag morgen und..
Herzliche Grüße
Ihr Bachhaus-Team..
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Und Reinhold war ganz genauso schnell zum Thema:..
Reinhold aus Köln liefert wieder Unglaubliches mit seiner Recherche (… warten Sie ab, bis wir später zu seinem Lebenswerk auf dieser, meiner Homepage-Seite kommen). Qualität plus Quantität im Doppelpack … wann erhält man schon solch eine Kombination?!..
Er – und auf dieser Seite ist er nicht „irgendein Bach-Fan“, sondern meines Erachtens die Kapazität auf dem Planeten – also er meinte in einer Mail an mich ... übrigens seiner abschließenden, die ja erst als letzte meine Frage beantwortet, die ich für den Lady-Gaga-Abschnitt brauchte ... dass er den Titel zwar kennt, aber als Musikhörer „nur irgendwie“ einen Klassischen Zusammenhang erkennt, ihn aber mit keinem der Meister der Klassik in Verbindung bringen würde. Aber … er stellte sein unglaubliches Potenzial und Wissen (… meine Worte als Autor dieser Seite) infrage und brachte sein „nicht existentes absolutes Gehör“ ins Spiel..
Ab der 30. Sekunde, auf die ich meine Frage bezog, hört er eher „Rasputin“ von der von Frank Farian produzierten Disco-Band „Boney M.“ im Jahr 1987 heraus … und ich summte leise vor mich hin und gab ihm Recht. Und dass er mit seiner Einschätzung richtig lag, bestätigten ihm gleich mehrere Aussagen auf relevanten Homepages zum Thema. Und Reinhold recherchierte weiter ... für mich und für meine Leser … also Sie:..
Das Portal Classic FM (... dort ist das erste Video nicht erreichbar, aber bei mir später in diesem Abschnitt schon) scheint die Lösung anzubieten. Und zwar im Bereich „Discover Music“ und „Humor“. Ohne gute Übersetzung wird man nicht wirklich schlau, aber Gaga muss wohl gewusst haben, dass sie „kupferte = entlehnte = sich inspirieren ließ“. Übersetzen müssen Sie bitte selbst und das gewissenhaft, weil wir ja beinahe „wissenschaftlich“ unterwegs sind und dann genügt nicht „ungefähr genau übersetzt“. Spannend hier und jetzt: Ich als Autor dieser Seite glaubte, dass Reinhold genau hier – wie ich auch – in derselben Weise „stolperte“. Ob ... das erfahren Sie aber nur bei sorgfältiger weiterer Lektüre. Hier also dieses gelungene Werk (... auf dieser, meiner Seite nochmals)..
Das Internet bietet mehr: Famous Grey, Sylvie Vandenbroucke, postete einen Beitrag zu unserer Herausforderung. Und Reinhold stellt fest, dass im deutschen Wikibeitrag zu Bad Romance kein Hinweis auf Johann Sebastian Bach ist, im französischen und italienischen Wiki aber schon..
Und es wird noch spannender, noch viel spannender: Reinhold fand ein Diskussionsforum zu genau unserem „Problem“: Talk Classical bestätigt, dass Bachs Fuge zu hören ist und es gibt den Hinweis, dass nur im Video genau dieses Bachstück mit dem Synthesizer zu hören ist..
Zusammenfassend meinte Reinhold „… dass da tatsächlich am Anfang einige Sekunden aus Bachs Fuge in h-Moll aus dem Wohltemperierten Klavier, Teil 1 sein könnten (… von mir frei zitiert) und nun - genau zitiert - schrieb Reinhold: „Also eigentlich ziemlich klar und daher viel Rauch um nichts!!“. Cool, punktgenau, was für eine Recherche, hochwertig (... Anmerkung des Autors ... also ... von mir)! Danke, Reinhold aus Köln!..
Nochmals zurück zur ursprünglichen Frage sowie zu Lady Gaga und zu meiner Meinung als Autor dieses Bach-über-Bach-Projektes: Sie hat nicht geklaut … aber etwas Einmaliges in der Musikgeschichte ist passiert und es ist nun entdeckt:..
Für mich ... ist aktuell in Bad Romance praktisch nichts hörbar, was Bach einst so komponierte. Nicht, wenn ich Bad Romance und das Werk 869 anhöre. So fix, so einfach. Für Bach-Fans, für Menschen mit einem besseren Gehör für Musik und für weitere mag das anders sein. Gerne. Was aber ist dann so einzigartig in der Geschichte der Musik und der Geschichte der Komposition?..
Es ist ein „genreübergreifendes Pingpong“ in der Musik..
Irgendwie hat wohl dann eben doch den einen oder anderen Musiker die Einleitung zu Lady Gagas Song in der Videoversion an Bachs Fuge erinnert und dazu inspiriert, schließlich diesen Song Bad Romance wiederum zu einer Art Fuge weiterzuverarbeiten. Das heißt, Bach hat Gaga inspiriert und aus Klassik wurde Pop. Und dieses Pop-Werk hat wiederum weitere inspiriert: Daraus wieder ein komplett anderes, jetzt wieder Klassisches Werk zu erschaffen. Das gibt es nicht noch einmal mit modernen Werken, die – zum Beispiel – von Mozart inspiriert waren und es dann vom Popsong wieder zu Klassik schafften. Und das Gleiche gilt für Beethoven-Musik. Und auch die andern Meister der Klassischen Zunft brauchen wir wohl gar nicht in diesem Zusammenhang hier erwähnen..
Wenn Sie noch hier lesen – ich freue mich – dann gibt es jetzt mehrere absolut coole Werke. Zunächst präsentiert die „Facebook Addiction Recovery Institue Symphony“ das Werk von Giovanni Dettori: „Lady Gaga Fugue (... Fugue on a Theme by Lady Gaga)“..
Next: Fünf junge Musiker präsentieren eine wirklich coole kurze Klassische Variante, eine Mischung aus Gaga und Bach: Oblivion Mash Up performt „Lady Gaga vs. J.S. Bach“..
Spannend ist auch die Version der Band „Canadian Brass“: Bad Romance (... Brass Romance). Allerdings sei erwähnt, dass diese Variante vielleicht eher etwas für solche Bach-Fans ist, die selbst Lady Gaga „auch ohne Bach“ cool finden, denn Canadian Brass bindet weniger Bach ein als die Musiker zuvor..
Schließlich gibt es auch eine Harpsichord Edition von Bad Romance und mindestens das Bild auf YouTube stellt die Connection zum Thüringer dar. Und Klassisch klingt das ganz sicher. Martin Larsson performt diese Variante. Dankeschön..
Also, vielleicht nochmals von ganz von vorne:..
Zunächst: Diese Seite meiner Homepage kommt auch weiterhin nicht und sofort auf den Punkt. Sie ist Lektüre für Bach-Kenner in einer ganz speziellen Disziplin. Und da es Bach-Fans nicht wirklich oft auf dieser Erde gibt, ist sie im Grunde genommen für ganz wenige Menschen auf der Welt gedacht. Solche, die Bachs Musik lieben, sich dann auch noch für seine Person interessieren und darüber hinaus von kleinen, spannenden Nebensächlichkeiten fasziniert sind. Reinhold aus Köln hat sie für uns in vielen Jahren gesammelt..
Köln am Rhein. Hier wohnt Reinhold. Hier sammelte Reinhold. Von hier hat Reinhold „Bach über Bach“ mit einem wahren Schatz versorgt: Musikerinnen und Musiker, die sich von Bach inspirieren ließen. Wow. „Bach über Bach“ sagt ... Dankeschön. © Pixabay..
Und noch ein cooles Bild vom Rhein und von Köln, dieses Mal kurz vor dem Beginn der Nacht. © Pixabay..
Zurück zur Überschrift: Nein, ich habe das weder verwechselt, noch habe ich mich verschrieben ... und die Grammatik stimmt auch. Reinhold aus Köln ist der ultimative Bach-Fan in dieser Disziplin ... mindestens. Ich als Autor dieser Seite finde „nur“ Bach-Themen, schreibe sie in allgemeinverständliches Deutsch um, strukturiere sie, mache sie genießbar, spannend, unterhaltsam, lesenswert ... und vergesse den Content dann wieder. Ich bin nicht der Bach-Spezialist in diesem Team ... Reinhold ist einer von ihnen. Nochmals ... dankeschön an Sie, Reinhold! Und hier ist nun die Geschichte, wie sie ihren Lauf nahm. Die eigentliche „Bach-Leckerbissen“ folgt zwei oder drei Abschnitte später..
Der „Bach über Bach"-Autor vor einigen Jahrzehnten ...
... und der „Bach über Bach“-Autor bei der „Arbeit“, später ... ..
... schließlich ist es der „Bach über Bach“-Autor mit Ehefrau Renate (... in der Mitte) und seiner großen Schwester, Petra-Ines Kaune..
Es war Frühling im Weinanbaugebiet rund um Flein. Flein bei Heilbronn, nördlich von Stuttgart. In Süddeutschland. Und wie hin und wieder meldete sich ein Bach-Fan über das Kontaktformular auf Bach über Bach. Es war Reinhold aus Köln. Und der hatte da eine Bitte, beziehungsweise eine Frage..
Nochmals Köln, da wohnt der Bach-Experte Reinhold. Mit seiner Frage. © Pixabay..
Reinhold schrieb:..
Sehr geehrter Herr Bach,..
vielleicht können Sie mir weiterhelfen!?!..
Neulich hörte ich auf „WDR 4“ spät am Abend den Song „Go my Love“ von Dusty Springfield. Ich hatte dieses Werk noch nie gehört, recherchierte und fand einen Hinweis, dass es sich bei diesem Song um ein Werk des großen Johann Sebastian Bach handeln soll. Es wurde 1970 eingesungen, aber erst 24 Jahre später – nämlich 1994 – schließlich publiziert. Mit dem Text von Musiker Norma Tanega. Meine Suche nach Information verlief allerdings leider ergebnislos..
Was ich herausfand: Es gibt eine französische Variante von Frida Boccare mit dem Titel „Cent Mille Chansons“. Veröffentlicht 1968, also schon zwei Jahre vor der Produktion des Werkes mit Dusty Springfield..
Bei Wiki – wie immer – kam ich aber doch ein ordentliches Stück weiter, denn dort ist die Rede davon, dass sich der Komponist Michel Magne von Johanns Sebastian Bach hatte inspirieren lassen. Kommt Ihnen die Melodie, die ich Ihnen hier in den zwei von drei oben beschrieben Varianten mitliefere, bekannt vor?..
Außerdem füge ich etwas Lektüre bei, nämlich den Originaltext zum Musikwerk „Cent Mille Chansons“..
Herzliche Grüße
Reinhold..
Hier werden Sie immer geholfen. Im Zweifel sogar mit dem Dativ. Im Ernst: In Eisenach, im Bachhaus, hat man immer eine Antwort. Entweder direkt und schnell und auf den Punkt. Oder, wenn die Frage zu Bach zu spezifisch ist, dann hat man im Bachhaus ganz sicher einen Kontakt, der einen näher an die Antwort führt..
Nochmals das Bachhaus am Frauenplan in Eisenach ... weil es unbedingt einen Besuch wert ist..
Ganz selbstverständlich bin ich also Autor dieses, meines Portals, mit einer solch kniffligen Frage nicht nur überfordert. Ich bin ganz heftig überfordert und folge dann meinen eigenen Ratschlägen und wende mich an die Mitarbeiter im Bachhaus. Ja, von ihnen gibt es einige und alle sind nett und cool..
Einer von ihnen antwortet auch postwendend per Mail (... ist es nicht ein Kuriosum, dieses „postwendend per Mail“?!..
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Hallo Herr Bach,..
Dusty Springfield bzw. Michel Magne haben sich von der Bass-Arie: „Mache dich mein Herz bereit“ aus der Matthäus-Passion inspirieren lassen. Auch eine meiner Lieblingsarien - ich kannte das Chanson
übrigens auch nicht. Einen schönen Abend aus Eisenach. Bin noch im Bachhaus beschäftigt, aber nicht mehr am Dienst-PC..
Beste Grüße
Ihr Bachhaus-Team..
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Und Reinhold antwortete etwa zeitgleich..
Lieber Herr Bach,..
ich hatte Ihnen gestern Abend schon mal von zu Hause eine Antwort auf Ihre Website geschickt, damit Sie ruhiger schlafen können, aber ich weiß nicht, ob das mit der Formularansicht geklappt hat..
Also, ich gehe davon aus, dass die Bass-Arie „Mache dich mein Herze rein“ aus der Matthäus-Passion die Inspirationsquelle war...
Herzliche Grüße
Reinhold..
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Weil das so gut geklappt hat und ich wieder einmal glücklich über die Hilfe des Bachhauses war, gibt es hier und jetzt nun noch fünf Bilder zum Kapitel: Dusty Springfield, Norma Tanega, Michel Magne und Frida Boccare. Dazu die Inspiration der Beatles durch Bach. Und eine Girlband aus Südkorea verewigt sich mit dem Thomaskantor. Abschließend interpretiert Eminem in wohl umgekehrt diametral zum Geschmack eines sehr konservativen Bach-Fans. Damit ist dann der erste Teil „Bach inspiriert Musiker in 300 Jahren“ abgeschlossen. Die Links zu den in diesem Abschnitt genannten Künstlern folgt später..
Dusty Springfield (... hier kann man's anhören) präsentierte also einen Part an Johann Sebastian Bachs Musik. © Info..
Bach und die Beatles: Na klar kannten sie die Musik des Superkomponisten. Ein berühmtes Beispiel für die Inspiration der Beatles durch Johann Sebastian Bach findet sich in ihrem Song Blackbird auf dem Album „The Beatles (... auch bekannt als „The White Album“). Paul McCartney hatte erklärt, dass der Gitarrenstil in Blackbird stark von Bachs Bourrée in e-Moll aus der Lautensuite BWV 996 inspiriert ist. © Pixabay..
... publiziert im Michigan Journal of German Studies. Wem das dann doch zu viel des Guten ist, der scrolle bitte zum nächsten Bild..
Zitat Anfang
„Wer die Beatles nur gelegentlich hört, dem mag der Gedanke an Klassische Einflüsse auf die Band seltsam erscheinen. Die Band, die in den 1960er Jahren mit elektrischen Gitarren und Schlagzeugbeats die Grenzen des aufstrebenden Rockgenres verschob, konnte nicht einmal Noten lesen, und so würde man annehmen, dass John, Paul, George und Ringo nur von Elvis, Chuck Berry oder den Everly Brothers beeinflusst wurden. Aber für eine Band, die so kulturprägend und revolutionär war, konnte die Inspiration niemals nur von einem einzigen Ort kommen. Wie Paul McCartney 2019 sagte : „Bach war immer einer unserer Lieblingskomponisten“, und ein tieferer Blick in die Diskografie der Beatles zeigt, wo sich Bach die ganze Zeit über versteckt hat. Der Einfluss von Johann Sebastian Bach ist in der zweiten Hälfte des Repertoires der Beatles in Songs wie „In My Life“, „Penny Lane“ und „Blackbird“ zu erkennen..
Der erste Schritt der Beatles, mit Klassischen Einflüssen zu spielen, erfolgte 1965 mit ihrem ersten experimentellen Album Rubber Soul, das den Song „In My Life“ enthielt. Obwohl hauptsächlich von John Lennon geschrieben, war es der Produzent George Martin, der die Brücke schuf, als zusätzliche musikalische Farbe gewünscht wurde. Die Brücke wurde in Anlehnung an den Barockstil, insbesondere an Bach, geschaffen. Ein Klavier nimmt den pluckernden, stakkatoartigen Stil des prototypischen Cembalos auf, und die Melodie selbst verwendet Kontrapunkt. In der Musiktheorie versteht man unter Kontrapunkt die Kombination mehrerer Stimmen. Siehe Abbildung 1, wo die Basslinie auch relativ melodisch ist und nicht nur die Hauptmelodie unterstützt. Im Falle dieses Stücks wird der Kontrapunkt auch verwendet, um ein Stück im Stil einer Erfindung zu schaffen. In der Musik sind Inventionen, für die Bach als König gilt, kurze, einfache Kompositionen, die auf einem zweistimmigen Kontrapunkt basieren (... „Invention Musical Form: Structure and Examples“, 2021). Hören Sie sich zum Beispiel Bachs „Invention Nr. 12 in A-Dur“ an und stellen Sie die Ähnlichkeit zwischen dem Stück und dem, was in „In My Life“ erschien, fest..
George Martin, der berühmt-berüchtigte Produzent der Beatles, sagte über dieses Stück: „Ich habe schnell einen kleinen Teil für ein Klavier komponiert, aber ich konnte ihn nicht spielen! Ich konnte es nicht spielen, weil es zu kompliziert war, und das in der Geschwindigkeit, die ich haben wollte. Also sagte ich zu Geoff: 'Lass uns die Technik des aufgezogenen Klaviers verwenden, wie ich sie mit Billy J. Kramer gemacht habe, und die Geschwindigkeit des Bandes auf die Hälfte reduzieren, sodass man alles eine Oktave tiefer hört und die Geschwindigkeit halbiert ist. Und dann konnte ich auf dem Klavier genau die Noten spielen, die ich wollte, und zwar sehr effektiv. Das zweistimmige Gegenstück ist so etwas wie eine zweistimmige Erfindung von Bach. Und wenn man dann das Band wieder auf die normale Geschwindigkeit bringt, kommen die Oktaven wieder zurück und die Geschwindigkeit wieder und es klingt eher wie ein Cembalo. Wir haben das gemacht, als die Beatles abwesend waren, und ich habe es John vorgespielt, als er zurückkam, und er war hin und weg“ (... Bennett, 2022). Auch wenn es sich dabei nur um ein weiteres Gitarrensolo handelte, war Martins Erfindungsreichtum sowohl beim Schreiben als auch beim Produzieren des Stücks sicherlich die Grundlage für weitere Experimente der Band mit Bachs Klassischem Einfluss..
Zwei Jahre später tauchte Bach in der Single „Penny Lane“ wieder auf. Paul McCartney erklärte später, welchen Einfluss Bachs Zweites Brandenburgisches Konzert auf das Solo des Songs hatte. „Bei 'Penny Lane' kam ich ins Studio, und am Abend zuvor sah ich zufällig die Brandenburgischen Konzert im Fernsehen: Da gibt es eine kleine Trompete, eine sehr hohe kleine Trompete, die Bach benutzt. Am nächsten Tag kam ich ins Studio und sagte zu George [Martin]. 'Was war das?' Er sagte: 'Oh, das ist eine Piccolo-Trompete'.“ Martin buchte seinen Bekannten und Trompeter David Mason, um das Solo zu spielen, und im Studio arbeiteten sie alle zusammen, um ein Solo auf der Stelle zu schaffen. Ich ging also hin und setzte eine unmögliche hohe Note. Und David Mason dreht sich zu mir um und sagt: 'Nun, das ist sogar offiziell außerhalb des Tonumfangs der Piccolo-Trompete'. Und ich schaue ihn an, als würde ich sagen: Ja. Als ob er sagen würde: „Du kannst das“. Er sagt: 'Okay.' Also spielt er es, und es hat ihn für den Rest seines Lebens verfolgt, wissen Sie (... Heinzerling, 2021)..
Die Beatles, insbesondere Paul McCartney, haben einmal mehr die Grenzen der Popmusik verschoben, indem sie sich von etwas Jahrhunderte Altem ableiteten - und im wahrsten Sinne des Wortes die Grenzen der Piccolo-Trompete verschoben. Obwohl das Solo keinem Bach-Lied entstammt, ist es ganz eindeutig bachesk. Hätte McCartney in jener schicksalhaften Nacht nicht das Brandenburgische Konzert gehört, hätten „Penny Lane“ und das gesamte Album Magical Mystery Tour vielleicht nicht dieselbe fantastische und verspielte Stimmung gehabt, die für die künstlerische Ära charakteristisch war..
Auf dem nächsten selbstbetitelten Album der Beatles von 1968 taucht Bach erneut auf, und zwar in einem ihrer bekanntesten Songs, „Blackbird“. Paul McCartney erinnerte sich später daran, dass er Bachs „Bourrée in e-Moll“ zusammen mit seinem Beatle-Kollegen George Harrison spielte. „Wir hatten ein kleines Stück, das wie ein Partystück war, um den Leuten zu zeigen, dass wir nicht so dumm waren, wie wir aussahen.“ Er erklärte, was ihnen an dem Stück gefiel, war die Anacrusis, also die vorangestellten Pick-up-Noten im Song, und die fließende Melodie in Verbindung mit der Basslinie. „Das war schwieriger zu machen als alles andere, was wir gemacht haben ... wir haben es einfach abgeschnitten und kurz gemacht (... siehe hier Abbildung 3, wo sie den Song in der Mitte des Taktes auf dem D# beenden). Dieser Teil gefiel mir schon immer, und so habe ich die Jahre, in denen wir uns an diese kleine Sache erinnerten, angepasst ... und einfach nach all diesen kleinen Formen gesucht, sodass es eine Melodie am Anfang und eine kleine Grundlinie gab“ (... Bennett, 2020). Wieder einmal erinnerte sich McCartney an Bachs eigene Verwendung des Kontrapunkts und nutzte diese Inspiration, um die Melodie in seinen Song „Blackbird“ zu übertragen, der nach wie vor einer der beliebtesten Songs vieler Fans ist..
Der neuere Song ist zwar zum Teil eine Adaption, aber McCartney macht den Song so sehr zu seinem eigenen, dass eine Verbindung zwischen den beiden vielleicht gar nicht auffällt, wenn man die Vorgeschichte nicht kennt. Zum einen steht Blackbird in der Tonart G-Dur, der relativen Dur-Tonart zu Bourrées e-Moll. In Abbildung 4 sehen Sie, wie die Progression von B zu C# zu D# zu B zu C zu D wird. Die Lieder haben dieselbe Tonart, aber der Unterschied führt zu einer fröhlicheren, hoffnungsvolleren Stimmung in „Blackbird“ gegenüber dem dunkleren, düsteren Klang von „Bourrée“. Wieder einmal beeinflussen die alten Traditionen, die von Bach in seiner Zeit gestärkt wurden, den Fortschritt der neuen Musik. Man zollt den Musikern, die vor ihm kamen, Respekt, kopiert sie aber nicht, sondern wandelt sie zu etwas Neuem um..
„In My Life“, ‚Penny Lane‘, ‚Blackbird‘ und zahllose andere Beatles-Songs wären ohne den Einfluss von Bach nicht dasselbe gewesen. Bachs Erfindungen beeinflussten den Klang des Klaviersolos in „In My Life“ und begründeten einen ganzen Trend für die Band in Richtung Bachs Klang. Die Tradition wurde in „Penny Lane“ fortgesetzt, wo die Grenzen der Piccolo-Trompete weiter verschoben wurden und zu den verspielten, mystischen Klängen der Magical Mystery Tour beitrugen. „Blackbird“ knüpfte an die Jahre an, in denen die Beatles auf Partys mit ihren Gitarren spielten, und verwandelte sie gleichzeitig in einen ihrer bekanntesten Songs. Wo wäre der Einfluss der Beatles auf die Musik der letzten Jahrzehnte ohne den Einfluss von Bach? Zwar ist seit der Blütezeit der Beatles ein halbes Jahrhundert vergangen, doch wenn uns die Band eines gelehrt hat, dann dass manche Musik nie vergeht. So wie die Beatles jahrhundertealte Kreationen von Bach aufgriffen und den Verlauf der Popmusik prägten, ließen sich Künstler wie Nirvana, Oasis und Radiohead von den Beatles inspirieren und formten die Musik zu dem, was wir heute kennen. Selbst wenn der Rock seinen Einfluss auf die Populäre Musik verliert, werden die Experimente der Beatles mit Klassischer Musik nie in Vergessenheit geraten und dafür sorgen, dass Bachs Werk, das hunderte von Jahren zuvor entstanden ist, nie auf eine bestimmte Zeit oder ein bestimmtes Genre beschränkt wird.“
Zitat Ende
Eminem findet mindestens ein Werk von Bach cool. Und er baut es in einen seiner Songs ein: Brainless heißt sein Werk. © Info..
Feel My Rhythm. Bach und Red Velvet: Eine südkoreanische Girlband komponiert ein cooles Werk auf der Basis von „Air on the G-String“. © Info..
Cent Mille Chansons. Ein fünftes und finales Beispiel: Komponist Michael Magne schuf den Titel © Info..
Klar habe ich Reinhold – indirekt über meinen coolen Gesprächspartner im Bachhaus in Eisenach – geholfen und ich habe nicht viel mehr geliefert, als dass ich wusste, wo zu finden war, was Reinhold gerne wissen wollte. Dafür – also als ganz kleine Gegenleistung – habe ich ihn gebeten, ein Facebook-Post auf Facebook zu verschicken, in dem er meine Homepage-Adresse erwähnt, so mit allem „Pipapo“, weil das einen Hyperlink generiert, der wiederum meine Homepage bekannter macht und bei Google nach oben bringt. Falls Sie das übrigens – als Besucher hier – auch tun würden, es wäre „ohne Ende spitze“! Einfach die ganze Adresse mit dem „https“ einbetten ... dann wird das 'was. Nochmals dankeschön, so wichtig ist das für mich..
Reinhold schrieb nun zurück, dass er den modernen Sozialen Netzwerken keinen Spaß und Mehrwert abgewinnen kann (... er drückte sich anders aus, ich will ja hier nicht falsch zitieren). Aber er hat etwas Anderes für mich (... auch das formulierte er anders)..
Reinhold versorgte mich – als gewaltiges Dankeschön – mit einem unglaublichen Schatz, nämlich der Kollektion von wahrscheinlich allen Musiker, Bands, Komponisten und Orchestern, die von Bach inspiriert waren, die seine Werke interpretieren oder die sich aus seinem Repertoire „bedienen“. So wie das Johann Sebastian Bach übrigens auch tat: Er komponierte nachweislich nach Böhms Kompositionen und seine eigenen Werke kopierte er manchmal auch, um sie zu verändern. Das, über einen Zeitraum von vielen Jahren. Also hat da niemand geklaut, etwas gemopst, geschwindelt oder Werke Bachs als seine eigenen ausgegeben. Alle Musiker haben hiermit den „Segen der Musikerfamilie“ für ihre eigenen Werke ... sicher sehr wohl im Sinne von Johann Sebastian Bach..
Ich als Autor dieser Seite und der Homepage danke Reinhold hiermit in aller Form – neben den Dankeschöns per Mail – dafür, dass er seine Arbeit und sein Wissen der Menschheit zur Verfügung stellt. Also manchem Bach-Fan, gewissermaßen. Noch eindeutiger, denen, die sich über Bachs Musik für dessen Leben interessieren. Und schließlich ganz genau für die wenigen, die so spezifisch an Bach interessiert sind, dass dieser Schatz hier und jetzt genau so viel bedeutet, wie mir..
Wie viele Menschen das, geschätzt, sind, lesen Sie im nächsten Abschnitt..
Ab dem nächsten Abschnitt ist alles kunterbunt. Gewissermaßen. Wie ein hübscher Strauss Blumen ... aber vorher gibt's die Antwort, wie viele Menschen diese Seite wohl besuchen werden. © Pixabay..
Ich schätze einmal, dass diese Kollektion leider nur einer unter zehn Millionen Menschen hier in Deutschland, dem Heimatland des Meisters so fantastisch findet, wie wir zwei Bachs. Das wären dann – gerundet – acht Personen in Deutschland..
Amerika und England haben zusammen so viele Bachchöre und Bachorchester wie Deutschland alleine. Spielen wir einfach mit dem Gedanken, es gibt also auch genau so viele Bach-Liebhaber. Dann wären das in den USA 33 Bach-Fans und in Großbritannien sieben Bach-Begeisterte. Bleibt die übrige Welt und weil dieses Portal immer wieder – hier und dort – auch albern ist, „scheren wir sie alle über einen Kamm“. Dann wären das 8,1 Milliarden Menschen minus der erwähnten Deutschen, Amerikaner und Briten. Bleiben 7,6 Milliarden. Unter denen kennen Millionen Bach überhaupt nicht, nicht seine Musik, noch sein Werk und schon gar nicht meine Website. Nehmen wir den Faktor 10 an, das heißt es gibt genau einen Bach-Fan, der diese Seite unter 100 Millionen Männern, Frauen und Kindern findet. Das wären dann bei 8,1 Milliarden Menschen ganze 81 Personen: Diese acht Bach-Begeisterten in Deutschland und die paar mehr weltweit wollen wir finden. Beziehungsweise wollen wir uns von ihnen finden lassen..
Dafür lohnt sich doch dieser Aufwand. Weil er Spaß macht. Und, weil die Sammlung von Reinhold unglaublich beeindruckend ist. Und Bach über Bach besonders macht..
Dankeschön, Reinhold, im Namen dieser vielleicht 100 Bach-Lover weltweit von meiner Frau und mir..
Wenn es denn schon keine Chronologie gibt, nicht nach Publikations-Datum, Berühmtheit, Alphabet oder was Ihnen sonst noch so einfällt, dann soll Ihnen hier eine Aufstellung wenigstens helfen, sich zu orientieren, ob denn das Weiterlesen überhaupt „lohnt“. Hier sind also die Dream-Teams der runden 90 vergangenen Jahre (* = von Bach inspiriert, alle anderen haben Bach interpretiert):
Bach + Lady Gaga*
Bach + Beatles*
Bach + Dusty Springfield
Bach + Benny Goodman
Bach + Larry Clinton and His Orchestra
Bach + Oscar Peterson
Bach + Hans Liberg
Bach + Ray Charles Singers
Bach + Django Reinhardt, Stéphane Grappelli, Eddie South
Bach + Ekseption
Bach + George Barnes and the Jazz Renaissance Quintet
Bach + Emerson, Lake and Palmer
Bach + Rockband „Muse“
Bach + Mantovani and His Orchestra
Bach + Ingfried Hoffmann
Bach + Classical Jazz Quartett
Bach + Herb Alpert & The Tijuana Brass
Bach + George Shearing*
Bach + Apollo 100*
Bach + Edwin Hawkins Singers*
Warum überhaupt ist „Bach und Benny Goodman“ Titel 2? Nun, Lady Gaga und ihre Bach-Interpretation kannte ich bereits bevor ich Reinhold kennenlernte. Und oben ist Dusty Springfield bereits besprochen - ohne die jetzt kommenden passenden Dreamteam-Überschriften..
Und wie auch weiter oben bereits erwähnt: Es gibt hier keine Reihenfolge, nicht alphabetisch, nicht nach „Ruhmes-Grad“, nicht nach dem Jahr der Publikation..
Also performt hier Benny Goodman mit einigen Motiven, die Bachs Musik nachempfunden sind. Wer mehr Information hat, der melde sich bitte, es geht darum, welche Stellen zueinander passen, also Goodman vs. Bach. Das Werk von Goodman ist Bach goes to Town und es wurde am 15.12.1938 uraufgeführt. Komponist war damals Alec Templeton. Viel mehr Information zu „Bach vs. Goodman bzw. Alec Templeton“ finden Sie hier. Es ist eine coole Mischung für alle Jazz- und Bach-Liebhaber, die das gleichzeitig sind..
Bach to Boogie, so heißt das Werk von Larry Clinton, das er mit seinem „Larry Clinton & His Orchestra“ bereits 1941 veröffentlicht. Mehr Information zum Zusammenhang zwischen Larry Clinton und der Musik von Bach ist leider nicht auffindbar. Sogar das Video fehlt inzwischen auf YouTube. Auf Quellhinweise, wo man die entsprechende CD oder einen anderen Tonträger oder ein elektronisches Angebot findet, ist auf dieser Seite ganz bewusst verzichtet. Das finden Sie auch selbst. Aber - zum Trost - gibt es einen Link zu BACH'N'BOOGIE von Maurice Imhof und Dave Ruosch.
Oscar Peterson Live! So heißt das Album, auf dem Bach ein weiteres Mal unsterblich wurde. Oscar Peterson heißt „komplett“ Oscar Emmanuel Person und starb 2007.
Drei Werke verbinden sein Können mit dem von Johann Sebastian und dies sind Petersons Bach Suite Allegro (... bei YouTube entfernt) ...
The Bach Suite, Andante, Solo Piano ...
... und schließlich Bach's Blues.
Außer bei den „üblichen Verdächtigen“ wie Discogs oder Amazon, die beide CDs und andere Tonträger anbieten, finden sich nichts weiter im Internet.
Man möge es bitte nicht als Sakrileg empfinden, was uns Reinhold jetzt in seiner Kollektion, Vol. 5 anbietet. Wir bei Bach über Bach finden es ansehenswert und nehmen es sogar mit auf ins „Quodlibet“: Hans Libergs Toccate (... richtig, ein „ e “) und Fuge in d-Moll für Orgel und Klavier und er spielt ... in Hamburg: wie cool.
Hier wird man im Internet fündig zum Thema „Bach und Liberg“ und landet auf der Homepage des Musikers: The Official Site of Hans Lieberg.
Reinholds „Warnung“ bleibt bestehen. Wir von Bach über Bach finden, es sind coole zwei Minuten und 20 Sekunden: eine ganz spezielle Interpretation von Bachs Meisterwerk. Von den Ray Charles Singers..
Mehr gibt's zu dieser Kombi im Internet ... leider nicht..
Bereits von 1937 ( ! ) existiert eine coole Improvisation der Künstler Django Reinhardt, Stéphane Grappelli und Eddie South. Improvise on Bach ist der Titel des ersten Werkes ... ..
... Bach Double ist die längere Version..
Mehr im Internet zur Kombination zwischen Bach und diesen drei Künstlern gibt es leider nicht. Aber man findet Wissenswertes über die Künstler selbst:..
Django Reinhardt... ..
als nächster Stéphane Grappelli... ..
und schließlich Eddie South..
Zu Ekseption gibt's hier die Wiki-Info zuerst. Und danach führen Sie Links zu den Werken von Bach. Richtig, ... und von Ekseption. Dream-Team, alles klar: Toccata Live ... ..
... Air ... ..
... und Peace Planet: „Bachs Badinerie from Suite No. 2 in B Minor“. Meine Meinung? Die Toccata ist „cool anders“ und besonders hörenswert..
Wer kennt George Barnes und sein „Jazz Renaissance Quintet“ nicht?! Ich, zum Beispiel. Sie auch nicht? Dann gibt es hier Information. Und was die Herren Musiker da spielen, ist hörenswert: The Bach Fugue in G Minor. Viel mehr ... gibt's hierzu ... nicht im Internet..
Ist man Jahrgang 1957, so sind diese Musiker die erste Band in dieser Liste, die einem wirklich etwas sagt. Ja, man hat den Namen Dusty Springfield vielleicht schon gehört und wem die Musik gefiel, der „scheidet jetzt ohnehin aus“. Information über Emerson, Lake and Palmer gibt es über den Link. Die drei Bach-Werke, von dieser Band performt, sind die Toccata ... ..
... die Toccata und Fuge in d-Moll ... ..
... und das ganze auch noch im Grand Ballroom Manhattan Center. Liebhaber Klassischer Musik müssen allerdings ganz tapfer sein..
Plug In Baby heißt das Stück der Rockgruppe „Muse“ und es ist die Toccata und Fuge in d-Moll. Immerhin klickten dorthin 45 Millionen Interessierte. Mehr zum Werk dieser Rockband erfährt man hier. Mehr zur britischen Rockband „Muse“, die es seit 1994 in England gibt, können Sie hier nachlesen. Hörenswert..
Ein klein wenig Information vor dem Probehören? Klicken Sie einfach auf diesen Link. Zusammen performen diese Musiker für uns das...
... Ave-Maria ... ..
... und dann auch Air on the G String..
Eine sehr schöne Variante von Jesu, Joy of Man's Desiring beschert uns musikalisch Ingfried Hoffmann. Über Ingfried Hoffmann erfahren Sie hier auf Wikipedia zudem ein wenig Background..
Zwei Werke präsentiert das Classical Jazz Quartet. Es ist einmal die ... ..
... Toccata und Fugue ... ..
... und das zweite Werk ist Air..
Na, das ist doch endlich wieder einmal ein Name, den die Generation Ü50 noch kennt: Herb Alpert. Vielleicht keinen Bezug dazu hat, aber eben schon gehört. Hier gibt's Information über Herb. Im Video spielt Herb und sein Team Jesu, Joy Of Man's Desiring. Eine wunderbare Interpretation, besonders in der Weihnachtszeit..
1954, schon eine Weile her inzwischen, spielt George Shearing Get off my Bach. Gewesen ist das im März 1954..
Ja, das ist wieder „mein Ding“. Waldo de los Ríos. Zunächst war da die Inspiration durch das Bach-Werk Die Matthäus-Passion, und zwar der letzte Chor.
Als Nächstes ist das Allegro Brandenbourgeous 2 spannend. Den Titel können Sie sicherlich selbst übersetzen..
Und mehr Information über Waldo de los Ríos? Hier..
Apollo 100 spielten ihren Song Joy Jesu (... Jesu, Joy of Man's Desiring). 1972 war das. Mehr Info zu dieser britischen Popgruppe gibt's über Wikipedia hier..
Auch die Edwin Hawkins Singers ... ich denke einmal, diese Band kennt wirklich überhaupt keiner meiner Besucher auf dieser Seite meiner Hompage. Sie singen Bachs Jesu, Joy of Man's Desire und ein Anhören lohnt sich wirklich. Und, wussten Sie's bevor Sie es hier lasen: Welcher Song machte Edwin Hawkins berühmt ... bis heute? Richtig: Oh Happy Day!..
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Richtig, er hat damit angefangen: Charles Gounod begeisterte sich bereits 1859 für Bachs Werk..
Charles Gounod komponierte sein berühmtes Ave-Maria im Jahr 1859. Das Stück basiert auf dem Präludium Nr. 1 aus Johann Sebastian Bachs Das Wohltemperierte Klavier, Band 1 (... BWV 846), welches Gounod mit einer eigenen Melodie überlagert hat. Das Werk ist auch ein gelungenes Beispiel für die Verschmelzung zweier Stilepochen: Die barocken Harmonien Bachs treffen auf Gounods romantische Melodik. Es wurde schnell populär und gehört bis heute zu den bekanntesten Vertonungen des Ave-Maria-Textes und gleichermaßen zur ganz sicher berühmtesten Kombination eines Werkes von gleich zwei Komponisten der Klassischen Musik..
Sehen Sie sich dieses folgende Video nicht an. Es ist ausschließlich für „komplett grüne Bach-Anfänger“..
Auch ich war Einsteiger, der bei Null anfing und wusste lange Zeit nicht, wie ich erklären konnte, was das Ave-Maria von Bach nun tatsächlich war. Bis zu dem Tag, als wir uns in der Pariser Metro verlaufen hatten. Verlaufen auf unserem Weg hin zum Place du Tetre, um eine Karikatur von Bach malen zu lassen..
Da hörten wir das Ave-Maria, ganz in der Nähe. Wir folgten der Melodie und entdeckten einen „Künstler“, der für alle Wartenden und Ankommenden dort „performte“. Wir waren so berührt, dass ich nicht daran dachte, dass ich meine Kamera ja in der Hand hielt. Und so baten wir ihn, dasselbe Stück nochmals zu spielen. Und es wurde klar: Das, was da aus seiner Tasche/Rucksack zu hören war, ist von Bach. Das, was er dazu mit der Flöte spielte, ist von Gounod. Streng genommen, ist also damit das Ave-Maria von Gounod. Aber weil das Werk so eindeutig aus dem Können der beiden, Gounod und Bach, besteht, wird es vollkommen berechtigt – auch von uns – als das Ave-Maria von Bach/Gounod bezeichnet..
An genau dem Abend, an welchem diese Seite einige Jahre später entstanden war, präsentiere ich meinem Bruder Wolfgang eine der oben aufgeführten Interpretationen. Nur 30 Minuten später summte er einen Tophit aus seiner/unserer Jugend und wies mir die Herkunft dieser Melodie von Johann Sebastian Bach nach. Wie cool ist das denn? Ein dickes Dankeschön..
Und was meint Künstliche Intelligenz dazu? Hier ihr Text: Das Werk A Whiter Shade of Pale von Procol Harum basiert musikalisch auf Johann Sebastian Bachs Werk Air aus der Suite Nr. 3 in D-Dur, BWV 1068 sowie möglicherweise auf Elementen aus Wachet auf, ruft uns die Stimme, BWV 140. Die Harmonien und der Stil des Orgelspiels in A Whiter Shade of Pale erinnern stark an Bachs Kompositionen, insbesondere an das barocke Gefühl, das in vielen seiner Werke zu finden ist. Der Keyboarder von Procol Harum, Matthew Fisher, hat diesen Einfluss übrigens sogar selbst bestätigt. Allerdings handelt es sich bei der Melodie nicht um eine direkte Kopie, sondern um eine Hommage, die sich von Bachs Stil inspirieren ließ..
Mein spezieller Dank zu diesem Thema geht auch an Herbert, der noch einen Musiker gefunden hat, der in einem ultrakurzen Video seine Liebe zu Bachs Musik umsetzt. Es ist Jon Lord, der Keyboarder von Deep Purple. Zu seiner Umsetzung zum Orgelsolo „Highwaystar“ äußert er sich selbst. Dankeschön für deine Mail, Herbert..
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