BACH über BACH
BACHüberBACH

Noch mehr Bachdenkmale ...  und Bach-Ehrungen ... weltweit

 

Zu den ersten 55 Bachdenkmalen geht es mit einem Klick hier. Und nun folgen sie, meine weiteren Bach-Schätze und Bach-Funde in Sachen Denkmal.

 

 

56  Gellert-Bach-Gruft in der Paulinerkirche, Leipzig

 

57  Bach-Ehrung „Gedenktafel an in die Zeit in der Gruft“

 

58  Bachdenkmal in St. Petersburg, Russland

 

59  Bachdenkmal in Moskau, Russland

 

60  Bach-Büste im Schlossmuseum von Köthen    

 

61  Stern für Bach auf dem „Walk of Fame der Musik“, Wien

56  Eine Zeitlang waren die Gebeine von Johann Sebastian Bach in der Paulinerkirche in Leipzig. Dort fand Bach im Jahr 1949 „eine Weile“ seine Ruhe. Bis 1968. © Info.

 

57  Eine Gedenktafel an die Gellert-Bach-Gruft. Die Location? Auf dem Johannisplatz in Leipzig, direkt am südlichen Rand der Grünfläche, vor dem Grassimuseum. © Mirko Seidel, Leipzig.

 

58  In St. Petersburg gibt es eine spannende Bach-Büste. Sie ist aber nur im russischen Internet und in russischen Worten auffindbar. © Info.

 

59  In Moskau, Russland, steht eine aufwändige Bachehrung, die an das „Neue Bach-Denkmal“ in Leipzig erinnert. Allerdings ist es definitiv keine Kopie: Da ist nichts geklaut, vielleicht ... außer der Anregung, wie man eine weitere Ehrung gestalten könnte. © Info.

 

60  Einfach nur sehr spät entdeckt, war es nun wirklich meine finale Ehrung von Johann Sebastian Bach, die im Schlossmuseum von Köthen auf Bach-Begeisterte aus aller Welt wartet. Aber: Es kam anders.

 

 


Es wird beinahe albern: Aber Ehrung ist eben einfach Ehrung ... für J.S. Bach

 

Der Übergang ist „fließend“: Während die Benennung eines gewaltigen Kraters auf einem Planeten nach dem Meister selbstverständlich - als Ehrung - grenzwertig ist, sind aber doch Straßen, die nach ihm benannt sind, es nicht. Oder doch? Lesen Sie einfach weiter, lassen Sie sich von mir gerne unterhalten. Und bilden Sie sich zu jedem Tribut an den Barockmusiker dann Ihre eigene Meinung.

 

 


Ehrentitel sind Begeisterung

Der Fürst von Weißenfels war so begeistert von Bachs Kunst und Können, dass er ihm den Ehrentitel eines „hochfürstlich sächsisch-weißenfelsischen Hofkapellmeisters von Haus aus“ verlieh. Das war 1729, also in Bachs Leipziger Zeit. Von diesem Fürsten bekommen Sie von mir kein Bild.

 

Im Jahr 1736 wurde Johann Sebastian Bach vom sächsischen Kurfürsten August III., zugleich König von Polen, zum „Königlich-Polnischen und Kurfürstlich Sächsischen Hofcompositeur“ ernannt.

 

 

August III. war seit 1733 Kurfürst von Sachsen und zugleich König von Polen. Er war Nachfolger seines Vaters, August des Starken. Bach hatte sich 1733 um diese oben genannte Auszeichnung bemüht. Er hatte dem neuen Kurfürsten eine Messe, den „Kyrie- und Gloria-Teil der späteren h-Moll-Messe“, als musikalische Bewerbung überreicht. Drei Jahre später erhielt er schließlich die von Bach so begehrte „Adelung“. Der Titel war vor allem repräsentativ und bedeutete keine feste Anstellung am Dresdner Hof, doch er war für Bach von großem Prestige. Dies besonders in seinen Auseinandersetzungen mit der Leipziger Stadtverwaltung.

König Friedrich II von Preußen. Er gilt als einer der ganz großen Könige der Geschichte. Er war der „Alte Fritz“. Von ihm erhielt Bach keinen Titel. Die außerordentliche Ehrung ergibt sich alleine daraus, dass Bach von dieser herausragenden Persönlichkeit zum Vorspielen nach Berlin und Potsdam eingeladen wurde. Heute ist dieses Treffen als ein Meeting zweier ganz großer Persönlichkeiten der Geschichte bekannt. Für Bach war es mit Sicherheit der Höhepunkt seines musikalischen Wirkens.

 

 


Johann-Sebastian-Bach-Schulen

Zum Thema „Bach und Schulen“ gibt es eine Bach-FAQ. Aber richtig: Schulen, in die der Komponist in seiner Jugend ging, sind als Ehrung nicht erwähnenswert. Sie heißen ja auch nicht Johann-Sebastian-Bach-Schulen. Anders ist das mit wenigen solchen Einrichtungen, die - eben - ihm zu Ehren, diesen Titel tragen. Oben ist es ein Gymnasium in Mannheim. © Info.

 

 


Ein cooles, hypermodernes Museum zu Ehren von Johann Sebastian Bach

Nur „einfach so ein Museum“ ... vielleicht auch noch im Geburtshaus eines Prominenten ... das ist für mich keine Ehrung. Solche Museen gibt es „haufenweise“. Wenn man aber für 4,3 Millionen Euro ein architektonisches Highlight für einen Musiker „installiert“, dann ist das sehr wohl eine Ehrung.

 

So grandios wie seine Bilder ist das ultramoderne Dalí-Museum in den USA. Spannend ist die Tatsache, dass nur ganze sechs Künstler von großer Signifikanz - aber kein einziger weiterer Komponist - mit einem spannenden architektonischen Museums-Neubau „geehrt“ wurden. Neben dem ohne Frage spannendsten Objekt in Sachen Dalí in St. Petersburg, Florida, USA sind das die architektonischen Meisterwerke für Vincent van Gogh in Amsterdam, für Paul Klee in Bern, für Joan Miró in Barcelona und für Edvard Munch in Oslo. Und … nehmen Sie es mir bitte nicht übel: Da gibt es mehr spannende Neubauten zu nur einem einzigen Künstler … aber Nam June Paik oder Rita Deanin Abbey spielen einfach nicht in derselben Liga.

 

 


170 Briefmarken ehren den Meister

Gut, es sind genaugenommen 170 Briefmarken und ( ! )  Cinderellas, die Bach präsentieren. Oder eines seiner Werke. Oder sonst irgendwie mit ihm zu tun haben. Oder mit seiner Familie. Sie können sie alle entdecken. In einer anderen Ecke meiner Homepage. Hier kommen Sie zu allen Bachbriefmarken.

 

 


Gibt es nun einen oder sogar zwei Asteroiden mit dem Namen Bach?

Ist es „Sebastiana“? Oder „Bach“? Oder weder noch? © Pixabay.

 

 

Der erste der beiden Asteroiden, die man mit Bach in Verbindung bringen kann, nämlich der Asteroid 1482 namens „​Sebastiana“, wurde am 20. Februar 1938 vom deutschen Astronomen Karl Reinmuth am Heidelberger Observatorium entdeckt. Der Ursprung des Namens ist aber nicht eindeutig dokumentiert. Doch manche vermuten, dass er eine Anspielung auf Johann Sebastian Bach sein könnte. Diese Vermutung bleibt allerdings spekulativ, da es keine offizielle Bestätigung durch die Internationale Astronomische Union (IAU) gibt. Zu Reinmuths aktiver Zeit, in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, war es eigentlich nicht üblich, Asteroiden gezielt nach Künstlern, Musikern oder Komponisten zu benennen. Die Regeln der Internationalen Astronomischen Union (IAU) für Namensgebungen waren damals strenger, beziehungsweise anders gehandhabt als heute. Persönliche Widmungen an Musiker wurden erst später üblich ... oft in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und dann danach. Also hatte Bach es vielleicht dennoch und „etwas heimlich“ geschafft. Andererseits fehlt auch der Beweis, dass der Asteroid dem deutschen Mathematiker Sebastian Finsterwalder gewidmet sein könnte.

 

Sebastiana gehört zum Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter und bewegt sich dort auf einer typischen Umlaufbahn mit einer Periode von etwa 4,1 Jahren. Seine mittlere Größe wird auf rund 17 Kilometer geschätzt.

 

Deutlich später wurde der Asteroid Nr. 1814 mit dem Namen „Bach“ am 24. März 1971 vom tschechoslowakischen Astronomen Luboš Kohoutek entdeckt. Im Gegensatz zu „Sebastiana“ ist bei „Bach“ die Namensgebung eindeutig: Er wurde zu Ehren von Johann Sebastian Bach benannt. Auch dieser Asteroid gehört zum Hauptgürtel und umkreist die Sonne in etwa 4,3 Jahren. Mit einem Durchmesser von rund zehn Kilometern ist „Bach“ etwas kleiner als „Sebastiana“.

 

Die Widmung eines Himmelskörpers an einen so bedeutenden Vertreter der Musikgeschichte ist ein schönes Beispiel dafür, wie Astronomie und Kultur miteinander verwoben sein können.

 

Es gibt übrigens keinen einzelnen Musiker mit zwei offiziell benannten Asteroiden mit dessen Namen. Die IAU (… die International Astronomical Union / Internationale Astronomische Union) sieht nämlich bei Namensvergaben vor, dass jeder Name einzigartig ist. Nur zwei Musiker überhaupt sind definitiv am Himmel durch zwei Asteroiden verewigt. Und zwar in dem Sinne, dass explizit eine Band zur Ehrung gelangte. Und dann auch noch zwei ihrer Mitglieder außerdem. Das gilt für Sir Paul McCartney und die Beatles: zwei Asteroiden. Und John Lennon, wieder mit den Beatles: wieder zwei Asteroiden.

Ohne jede Frage schwirren sie in zwei Varianten um die Sonne: Paul McCartney und John Lennon. Einmal als geehrte Band. Einmal als geehrte Musiker. Von Bach ... weiß man nicht, ob er am Himmel die berühmte Ausnahme zur Regel ist. Wieder einmal. © Pixabay.

 

 


Noch kurioser: Johann Sebastian Bach und die Quantenmechanik

Bach und ein schwarzes Loch? © Pixabay.

 

 

In der Quantenmechanik untersucht man, wie sich winzige Teilchen, wie Moleküle, bewegen und schwingen. Manche Schwingungen von Molekülen folgen Mustern, die Forscher mit Musik vergleichen ... besonders mit bekannten Tonfolgen. Eine solche Tonfolge nennt man Bach-Figur, weil sie an das berühmte B-A-C-H-Motiv von Johann Sebastian Bach erinnert. Diese musikalische Verbindung hilft Wissenschaftlern, komplexe Schwingungsmuster besser zu verstehen und zu beschreiben. Es ist ein spannendes Beispiel, wie Musik und Wissenschaft zusammentreffen: Musik inspiriert Forscher, und Wissenschaft zeigt uns, dass Natur manchmal wie eine Komposition klingt. Ein echtes Nerd-Crossover!

 

 


Ein gewaltiger Krater mit Bachs Namen: auf dem fernen Planeten Merkur

 

Erfahren Sie jetzt und hier etwas über den Bach-Krater im Bach-Becken im Bach-Quadranten.

Verglichen mit dem Bach-Krater ist der, oben im Bild, auf der Erde geradezu „putzig“. Auf dem Bild sieht man aber einen für irdische Maßstäbe gewaltig großen Einschlag. Es ist der Barringer-Krater in Arizona in den Vereinigten Staaten. © Info.

 

 

Vor etwa 50.000 Jahren schlug ein gewaltiger Meteorit in das heutige Colorado-Plateau auf unserer Erde ein. Zu jener Zeit herrschte dort ein kühleres, feuchteres Klima, das weite Graslandschaften mit eingestreuten Wäldern prägte. In dieser Umgebung lebten urzeitliche Tiere wie Wollhaarmammuts, Riesenfaultiere und Kamele.

 

Der Meteorit, viel winziger als ein Asteroid, hatte einen Durchmesser von rund 45 Metern. Er wog etwa 300.000 Tonnen und bestand überwiegend aus Eisen. Mit einer Geschwindigkeit von 15 bis 30 Kilometern pro Sekunde (... rund 55.000–110.000 km/h) traf er auf die Erdoberfläche. Die Wucht des Aufpralls löste eine Explosion aus, die etwa dreimal so stark wie das Tunguska-Ereignis war. Die Druckwelle sprengte das Gestein und schleuderte rund 175 Millionen Tonnen Material in die Umgebung. Darunter waren Kalksteinblöcke von bis zu 30 Metern Größe. Der Durchmesser des Kraters? 1,2 Kilometer. Die Tiefe? 170 Meter.

 

Am Einschlagpunkt wurden Gestein und Metall verdampft oder aufgeschmolzen. Dabei entstanden neue Mineralien wie Diamanten und das seltene Lonsdaleit. Das Erdbeben, das durch den Einschlag ausgelöst wurde, erreichte eine Stärke von etwa 5,5 auf der Momenten-Magnituden-Skala. Die unmittelbare Zerstörung war enorm: In einem Umkreis von vier Kilometern wurde jegliches Leben ausgelöscht. Der Feuerball reichte bis zu zehn Kilometer weit, während die Druckwelle mit einer Geschwindigkeit von bis zu 2.000 km/h alles im Umkreis von 14 bis 22 Kilometern verwüstete. Selbst in bis zu 40 Kilometern Entfernung waren noch Windgeschwindigkeiten von Hurrikanstärke messbar. Trotz dieser massiven lokalen Verwüstung hatte der Einschlag keine globalen Folgen. Die betroffene Region erholte sich erstaunlich schnell: Vermutlich war sie innerhalb eines Jahrhunderts wieder von Pflanzen und Tieren besiedelt.

 

Jetzt wieder zu Bach. Auf dem Mond ist kein Krater nach Bach benannt. Da sind „gefühlt“ alle von Bachs „Kollegen“ präsent. Von Beethoven bis Mozart, von Wagner bis Verdi. Nicht aber ... Bach.

 

Passend zum Volumen seines Lebenswerks trumpft Bach aber an anderer Stelle in unserem Sonnensystem auf. Nach ihm ist nämlich nicht nur ein Krater auf dem Merkur benannt. Der Bach-Krater auf dem Merkur hat einen Durchmesser von etwa 214 Kilometern und ist Teil einer größeren geologischen Struktur, die ebenfalls nach Johann Sebastian Bach benannt ist. Es ist das Bach-Becken. Er ist eingebettet in die Bach-Ringstruktureinheit, welche die ringförmige Struktur rund um den Krater beschreibt und die durch den Einschlag entstand. Innerhalb dieses Rings liegt die Bach-Kratermaterialeinheit, die das ausgeworfene Material und den Krater selbst umfasst. Diese Einheiten wurden im Rahmen der geologischen Kartierung des südlichen Merkurs definiert, besonders im Quadranten H-15. Sie liefern wichtige Einblicke in die Entstehung und Entwicklung des Einschlaggebiets. Verglichen mit dem Barringer-Krater auf der Erde, der „nur“ etwa 1,2 km Durchmesser misst, ist der Bach-Krater auf dem Merkur gigantisch. Nämlich 214 Kilometer. Locker in die Tasche steckt aber selbst diesen Riesen der Beethoven-Krater, der dreimal so groß ist: 625 Kilometer im Durchmesser.

 

 


Wurde Bach in Wien entehrt?

Nein, es ist nicht der authentische Stern. Denn von ihm gibt es einfach kein gutes Foto. Und schlechte Aufnahmen dürfen nicht … nicht bei mir. Dann passt schon eher eine eigene kleine Fotomontage, die dem Kunstwerk in Wien schon sehr, sehr nahekommt. Sie erinnert uns dann bis in die Ewigkeit daran, dass sicherlich Bach der Musiker war, der am längsten auf „seinen Stern in Wien“ gewartet hatte. Nämlich von 1750 bis zum 11. Juni 2003. Natürlich ist dieser Vergleich nicht ganz fair, war doch Bach der erste der geehrten Musiker, und daher auch am längsten tot. Hier, auf „Bach über Bach“, wird er nicht wieder entfernt. So etwas tun wir nicht. Und tatsächlich ist es damit das Bachdenkmal Nr. 61. © Peter Bach jr.

 

 

Von 1938 bis 1945 gab es zudem auch noch eine Johann-Sebastian-Bach-Gasse, die am 18. Juni 1945 in „Sonnenfelsgasse“ umbenannt wurde. Nach einem der Wiener Bürgermeister. Also wurde auch an dieser Stelle, und schon viel früher, Bach förmlich entehrt. Wie schade … eigentlich. Doch zurück zum „Walk of Fame der Musik“.

 

 


Keine Ehrung mehr für Bach in Wien?

 

Mit dieser Überschrift muss natürlich sofort geklärt werden, dass von dieser Entehrung alle runden 100 Größen der Musik betroffen sind. Warum?

 

Wenigstens wissen wir noch, wo Bach ganz genau geehrt wurde. Nämlich auf dem Gehweg vor dem Gebäude Kärntner Ring Nummer 12. Der Stern war umgeben von Marmor, Granit und einer Bronzeeinfassung. Er war auf der sogenannten Musikmeile, der „Walk of Fame der Musik“ … oder ist die das heute noch? 2001 feierte man eine überraschend große Einweihung der Sterne. Seit 2009 entfernt man sie aber wieder. Einen Stern nach dem anderen. Meistens bei Straßenumbauten. Denn auch der Rückbau ist kostspielig. Begonnen hatte das Projekt 2001 mit 70 Sternen. Zum Höhepunkt waren es 100. Als diese, meine Zeilen entstanden, waren es schon nur noch 40. Und die sollen ebenfalls verschwinden. Nach und nach.

 

Folgendes schrieb der „ORF Online“ zum Thema. Es ist hier verkürzt und von mir redigiert wiedergegeben:

 

 


Musiksterne verschwinden leise aus Wiens Straßenbild

 

Einst prägten sie den Abschnitt zwischen Theater an der Wien und Stephansdom … heute verblassen die Spuren der sogenannten „Musikmeile“ zusehends. Von ihrer einstigen Pracht bleibt nur wenig: Fast zwei Drittel der Namenstafeln sind bereits entfernt.

 

Im Jahr 2001 ließ man dutzende Musiker und Komponisten durch in den Gehsteig eingelassene Sterne ehren. Die Umsetzung übernahm die Stadt, die Finanzierung kam von den Vereinigten Bühnen. Geplant war ein jährlicher Zuwachs an Sternen. Doch die Realität entwickelte sich anders.

 

Seit die Verantwortung 2008 an das Haus der Musik überging, wurden die Tafeln bei Gelegenheit schrittweise entfernt. Oft geschah dies im Zuge von Straßenumbauten. Laut Direktor Simon Posch gab es kaum Nachfrage nach dem Verbleib der Denkmäler. Zudem seien viele beschädigt gewesen. Eine Wiederherstellung hätte tausende Euro gekostet ... Geld, das man nicht investieren wollte. Für den vollständigen Rückbau schätzte man die Kosten auf knapp eine Viertelmillion Euro. Deshalb der langsame, kostensparende Rückzug.

 

Sterne, die entfernt werden, lagern nun günstig bei einem Steinmetz. Was mit ihnen in der Zukunft passiert, ist offen … eine öffentliche Versteigerung schließt man aus. Sie seien schwer, teils beschädigt, und nicht einfach zu transportieren.

 

Das Projekt habe seinen Zweck erfüllt. Es sei jetzt aber veraltet, meint Posch. „Audioguides“, einst Teil des Konzepts, seien inzwischen durch Smartphones überholt. Öffentlich wurde der Rückbau kaum kommuniziert … was mitunter Fragen aufwarf.

 

 


Und nun ... Wien ganz ohne Bach?

 

Halt, halt ... es gibt doch noch wenigstens ein Denkmal zu Ehren von Johann Sebastian Bach in Wien. Eine Marmorstatuette vom Thomaskantor befindet sich im Vestibül des Musikvereins an der Ecke Bösendorferstraße / Dumblastraße. Sie wurde zwischen 1876 und 1878 von Bildhauer Vincenz Pilz geschaffen und 1911 von der Fassade in das Vestibül versetzt. Es handelt sich um eine eher kleine, aber kunstvoll gestaltete Büste im Inneren des Musikvereins. Es ist kein großes öffentliches Denkmal wie zum Beispiel die Denkmäler für Beethoven oder Strauss in Wien. Sie ist die Nummer 42 auf der ersten Bach-Denkmal-Seite. Hier geht's hin.

 

 


Eine Bachstraße, ein Bachplatz

Bin ich sicher, dass es eine Bachstraße zu Ehren des Komponisten ist? Yup ... das bin ich.

 

Bin ich ebenfalls sicher, dass es ein Bachplatz zu Ehren des Komponisten ist? Yup ... bin ich auch.

 

 

In beiden Fällen: Ja, da bin ich mir wirklich sicher. Absolut sicher. Also zunächst zu diesen beiden Ausnahmen. Ein Bachplatz ist in aller Regel wegen seiner Nähe zu einem Gewässer so benannt. Denn wollte man einen Platz zu Ehren des Eisenachers benennen, hätte die namensgebende Gemeinde das klargestellt: indem sie den Platz Johann-Sebastian-Bach-Platz genannt hätte. Um Missverständnisse auszuschließen. Im Falle oben ist es die „Ausnahme zur Regel“. Die Bachstraße. Man findet sie in Wechmar, dem Stammort der Musikerfamilie. Dort, wo auch das Bachstammhaus ist. Und kein Bach in unmittelbarer Nähe. Also ... nach der letzten Eiszeit. Gehen wir von Wahrscheinlichkeiten aus: Dann ist es in diesen Ausnahmefällen absolut wahrscheinlicher, dass der Bezug zu Johann Sebastian Bach angedacht war. Und nicht der zum Flüsschen „Apfelstädt“, das etwa 100 Meter weit entfernt ist und gleichzeitig 25 Meter tiefer liegt.

 

Lässt man also „Bachstraßen“ unberücksichtigt, gibt es in Deutschland 268 „Johann-Sebastian-Bach-Straßen“. Dazu gibt es 19 Johann-Sebastian-Bach-Wege. In Österreich gibt es genau eine Bachstraße in der Stadt Linz im Bundesland Oberösterreich. Dazu eine Johann-Sebastian-Bach-Gasse in Graz. Und eine in Laa an der Thaya, im Weinviertel, in Österreich, ganz in der Nähe der Bachorte Hanfthal und Ungerndorf. In Straßburg, im Elsass, in Frankreich gibt es den Boulevard Jean-Sébastien Bach. Er zählt zu den teuersten Wohnlagen der Stadt. Es ist eine der exklusivsten Adressen in Straßburg. In Paris findet man außerdem die „Rue Jean-Sébastien-Bach“.

 

In weiteren Ländern gibt es „Johann-Sebastian-Bach-Straßen“, die dann natürlich in die dortige Sprache eingepflogen sind. Das ist zum Beispiel die „Ulica Jana Sebastiana Bacha“ in Polen, die es in mehr Städten als nur in Warschau gibt.

 

In Prag, in Tschechien und in weiteren Städten dort findet man Straßen oder Plätze mit Bachs Namen. Und auch in Ungarn gibt es Straßen und Wege, die nach Bach benannt sind. In einigen Städten in Italien gibt es Straßen mit Namen Klassischer Musiker, darunter auch Johann Sebastian Bach. In den Niederlanden gibt es vereinzelt Straßen, die nach berühmten Komponisten benannt sind, einschließlich Bach. In Großbritannien gibt es keine Stadt mit Bezug zum Thomaskantor. Anders ist das in den USA. Hier sind es immerhin zehn größere und kleinere Städte, die Bach jenseits des Atlantiks ehren. Es sind …

 

1. San Antonio, Texas, Johann Sebastian Bach Drive

 

2. Orlando, Florida, Johann Sebastian Bach Lane

 

3. Springfield, Missouri, Bach Road

 

4. Gainesville, Georgia, Johann Sebastian Bach Way

 

5. Kennesaw, Georgia, Bach Court

 

6. Charlotte, North Carolina Johann Sebastian, Bach Lane

 

7. Fort Worth, Texas, Bach Drive

 

8. Murfreesboro, Tennessee, Bach Street

 

9. Dallas, Texas, Johann Sebastian Bach Street

 

10. Phoenix, Arizona, Bach Boulevard

 

 

Damit zu den Bachplätzen: Warum ist der Bachplatz in Köthen eine Ehrung für Johann Sebastian Bach?

 

Worum geht es (... nochmals)? Darum, ob der Terminus „Bachplatz“ Bezug hat zu einem lokalen, kleinen Gewässer. Oder zum berühmtesten Komponisten aller Zeiten.

 

Zunächst: In Köthen gibt es ein Barockviertel. Dort steht das historische Bachdenkmal. Dort findet man auch den Ort eines der beiden Wohnhäuser, in dem die Bachs damals gelebt haben. Natürlich war es das Haus, das dort nicht mehr steht. Und damit ist Köthen eine der ganz bedeutenden Bachstädte. Mit so viel Bezug zum Musiker kann der Bachplatz einfach nicht nach der dort fließenden "Ziethe" benannt sein. Alle anderen fünf bis zehn weiteren Bachplätze in Deutschland sind mit ziemlicher Sicherheit den nahen Gewässern gewidmet.

 

Anders ist das mit Johann-Sebastian-Bach-Plätzen. Da gibt es ganze vier, über den Bachplatz in Köthen hinaus: In Lüneburg, in Niedersachsen, gibt es den Johann-Sebastian-Bach-Platz in der Altstadt. In Ansbach, in Bayern, liegt er zentral, zwischen der St. Gumbertus-Kirche und dem Stadthaus. In Stuttgart, in Baden-Württemberg, ist es ein kleiner dreieckiger im Stuttgarter Westen mit dem „Gänsepeterbrunnen“. Er ist eingefasst von beeindruckenden Gründerzeitbauten. In der Bachstadt Mühlhausen in Thüringen befindet sich der Johann-Sebastian-Bach-Platz direkt neben der Divi-Blasii-Kirche. Auf ihm steht das noch sehr junge Bachdenkmal, das erst im Jahr 2009 von Bildhauer Klaus Friedrich Messerschmidt gestaltet wurde.

 

 


222 Chöre, Orchester und Vereine auf der ganzen Erde ehren Bach

Natürlich ist es eine Ehre für den Komponisten, wenn sich Menschen bei der Namensgebung für ihren Chor, ihr Orchester oder ihren Verein, für seinen Namen entscheiden. Alle 222 dieser Bach-Einrichtungen können Sie hier finden. © Pixabay..

 

 

Zwei Besonderheiten zum Zitat des Musikers Max Reger: Zunächst ist es das einzige handschriftliche Zitat, das Johann Sebastian Bach ehrt und überliefert ist. Dann ist der kreative Ansatz besonders. Denn der erste Teil besteht aus Noten, die im deutschsprachigen Raum die Buchstaben B-A-C-H darstellen. Zusammen ist das dann: „B a c h  ist Anfang und Ende aller Musik“.

 

 

Schließlich sind persönliche Statements berühmter Politiker, Musiker und Wissenschaftler ebenfalls Ehrerbietung und Verehrung. Besonders, wenn man sich den Content durchliest. Alles sind keine oberflächlichen Individuen, sondern meist Könner in ihrem Fachgebiet. Umso mehr zählt, was sie über den Barockmusiker zu sagen hatten. Dazu kommen hier, an dieser Stelle, aber auch die Verehrung von hunderttausenden Menschen, wie von Ihnen und von mir. Sie werde ich natürlich hier nicht aufzählen. Aber über diesen Link gibt es sie alle. Alle 66.

 

Bachs Leistung und Einzigartigkeit spiegelt sich zudem in runden 700 Bach-Biografien wider, die seit über 270 Jahren publiziert wurden. Zu 66 Zitaten von Promis zu Bach und dem Musikwerk Bachs kommen Sie mit einem Klick hier..


4 ( ! ) Themen-Hotels ehren Bach in Japan

Schon hier soll erwähnt sein, dass alle Bilder, die zu den „Bach-Hotels“ in Japan folgen, nicht ein Hotel präsentieren, sondern dass es eine Auswahl von allen vier Locations ist. © Green House Group.

 

 

Ganze zwölf Jahre, nachdem mein Bach-Projekt sich Jahr für Jahr weiterentwickelte, kann ich inzwischen anstelle von 33 Bach-Denkmälern über 60 präsentieren. Und ich entdeckte weitere Ehrungen für „unseren“ Meister, die Sie ja inzwischen alle kennen: mit meiner Publikation auf diesen zwei Seiten. Doch: Immer wieder freuen wir uns dazu auch über die nächsten Entdeckungen vieler Bach-Freunde. Solch eine herzliche Verbindung besteht zum Bachhaus in Eisenach. Dort zum Musikalischen Pädagogen Uwe Fischer und zum Direktor Dr. Jörg Hansen. Beide halfen schon oft. Und es ist immer ein mehr als schneller, herzlicher und vor allem kompetenter Support zu vielen meiner Fragen und Überlegungen. Wie schön, dass man sich in einer so seriösen und beeindruckenden Bachstätte so liebenswürdig Zeit und Mühe mit meinem schon sehr „populär-flockigen“ Portal und Angebot nimmt.

Wenn ich eine Frage zum Thema „Bach“ habe ... im Bachhaus wird mir immer geholfen. Dankeschön dafür. © Uwe Fischer. 

 

 

Im Frühling 2026 erreichte mich also die Mail von Uwe Fischer. Und er präsentierte eine nächste Ehrung für den Thomaskantor. Im fernen Japan. Dort sind ganze vier top Resorts dem Königlich-Polnischen und Kurfürstlich Sächsischen Hof-Compositeur gewidmet. Nämlich die vier Hotels GrandBach Tokyo Ginza, GrandBach Sendai, GrandBach Kyoto Select und GrandBach Atami Crescendo. Uwe Fischer entdeckte in einer der japanischen Metropolen … anlässlich seiner Japan-Reise – die Buchstaben Bach im Augenwinkel – ein Juwel für meine „Sammlung“ ... für meine Kollektion an Bach-Ehrungen rund um die Erde. Und das auch noch per Zufall.

 

Er schrieb mir, schickte mir Bilder und erlaubte mir die Publikation. Ein Blick auf die Homepage der Hotel-Gruppe führt zur Philosophie der Betreiber. Und zu einer Seite über Bachs Lebensweg, hochwertig gestaltet von Musik-Autorin und Musikgeschichts-Expertin Professor Hiroko Kato. Die Collagen sind spannend zusammengestellt und arrangiert ... und dazu ist die Information auf der Website auch sehr informativ. Danke an dieser Stelle auch für die Erlaubnis, die offiziellen Fotos hier publizieren zu dürfen.

Einer der Eingangsbereiche: Das hätte Bach ganz sicher gefallen. © Green House Group.

 

 

Ich bitte herzlich um Beachtung, dass a) alle Bilder aus allen vier Hotels gemischt präsentiert sind. Und b), dass es sein kann, dass eines oder zwei der vier Themen-Hotels überhaupt nicht mit einem Bild vertreten ist. Natürlich gibt es hier die Links zu den einzelnen Locations. Dort gibt es dutzende, weitere professionelle und einladende Fotos:

 

GrandBach Tokyo Ginza

 

GrandBach Sendai

 

GrandBach Kyoto Select 

 

GrandBach Atami Crescendo

Ein weiteres cooles Foto. Dieses in der „Blauen Stunde“. © Green House Group.

 

Herzlich und einladend ... so präsentieren sich vier Hotels im fernen Japan. © Green House Group.

 

Im Hintergrund: eine Collage zum Barock-Komponisten aus Thüringen. Das kulinarische Angebot? Ebenfalls vom Feinsten. © Green House Group.

 

Das Thema? Bach und Musik ... überall in den vier Hotels. © Green House Group.

 

Was für eine coole Deko: Orgelpfeifen. Und jetzt aus Asien wieder zurück nach Thüringen ... © Green House Group.

 

 


Was passiert, wenn man ein Video über einen Bachort mit der berühmtesten Gartenzwerg-Manufaktur „bastelt“ ...

Nein ... nachdrücklich ... nein: Viele, viele der Gartenzwerge aus der Gartenzwerg-Manufaktur in Gräfenroda sind urkomisch. Aber der oben ... den gibt es nicht. Er ist nicht einmal in Gräfenroda entstanden. Sondern von mir produziert. Jetzt wissen Sie es: Mir fällt - beim besten Willen - nichts mehr an Ehrungen für ihn, für Johann Sebastian Bach, ein. Und damit bin ich hier schließlich maximal unreif. „Lustigmacher“ ... eben. © Peter Bach jr.

 

 


Und wieder ein "Volltreffer": noch eine Kollektion an Bach-Denkmälern 

 

Und wo das? Bei Google. Wo sonst?! Da gibt es also auch noch eine kleine Sammlung mit runden 100 Bach-Denkmälern, Bach-Bildern und „Bach-Allerlei“. Sehr lieblos zusammengestellt. Gut, die allermeisten ... die hatte ich bereits gefunden. Aber immerhin waren es noch stolze 15 Ehrungen, die bisher hier auf meinen beiden Seiten fehlten. Unglaublich, wie jemand so viele mir bisher vollkommen unbekannte Bach-Ehrungen zusammentragen konnte. Gerade weil aber einige der leicht auffindbaren Ehrungen dort fehlen, habe ich „keinen blassen Schimmer“, wie man solche Juwelen an den verstecktesten Plätzen der Welt überhaupt finden kann. Dankeschön an dieser Stelle. Wie schon die ersten „zwei Portionen Denkmäler" gibt es bei mir zunächst die Übersicht und dann, wie nun schon gewohnt, die Bilder mit ein wenig Kommentar.

 

 

62  Bach in Chicago, Illinois, USA

 

63  Bach in Ann Arbor, MI, USA

 

64  Bach im Schloss Drachenburg bei Königswinter

 

65  Bach in Kirby-le-Soken in England, UK

 

66  Bach in Budapest, Ungarn

 

67  Bach in Jerewan in Armenien

 

68  Bach in Sárospatak, Ungarn

 

69  Bach in Lauscha, Thüringen

 

70  Bach in Bretleben, Thüringen

 

71  Bach in Sárospatak, Ungarn

 

72  Bach in Bydgoszcz, Polen

 

73  Bach in Anglet, Frankreich

 

74  Bach in Stockholm, Schweden

 

75  Bach in Brüssel, Belgien

 

76  Bach in Puebla, Mexiko

 

77  Bach in Santiago, Chile

Anfrage, ob ich das verwenden darf!

62  Bach in Chicago. Genauer? Es ist eine Buntglasfenster der Community of Immanuel und dort ist es direkt neben der Orgelempore. © Ein Dankeschön an diese Einrichtung, dass ich dieses Bild präsentieren darf.

 

Bitte, es zu fotografieren!

63  Bach in Ann Arbor, MI, USA. More precisely, it is one of the stained-glass windows in St. Andrew’s Episcopal Church. Thanks so much for taking the above "fresh" photo for me ... just the only way to display that treasure here, as there isn't any further one. © Plus, thanks for the churches permission to publish it.

 

63  Bach in Ann Arbor, Michigan, USA. Genauer ist es eines der Buntglassfenster in der St. Andrew’s Episcopal Kirche. Herzlichen Dank, dass man dort ein „frisches“ Foto für mich gemacht hat ... das war der einzige Weg, um diesen Schatz hier zu präsentieren, weil es eben kein weiteres gibt. © Und, danke für die Erlaubnis es zu publizieren.

 

Tatsächlich Alami?

64  Bach im Schloss Drachenburg bei Königswinter ... und dort in der Kunsthalle. Weitere Musiker sind auf insgesaamt drei nebeneiander platzierten Buntglasfenstern präsentiert. Es sind Haydn, Beethoven, von Gluck und Mozart. Diese vier ... interessieren uns aber auf einer Homepage für Johann Sebastian Bach eher weniger. Spannend aber: Bach hat in diesem Ensemble einen sehr prominenten Platz und sein „ganz eigenes Fenster“ in der Mitte. © Info.

 

Neu fotografieren!

65  Bach in Kirby-le-Soken in England. Und wo genau in dieser Stadt mit seinen 1.200 bis 1.300 Einwohnern? In der Kirche St. Michael's and All Saints'. Und wo genau liegt Kirby-le-Soken? In der Grafschaft Essex. © Lieben Dank fürs ganz „frische“ Fotografieren und die Erlaubnis, das Foto dann auch zu publizieren.

 

Erlaubnis erbitten!

66  Bach in Budapest, in Ungarn. Im Gebäude des Lutherischen Chors am Deák-Ferenc-Platz. Wie cool: Ich fand von dieser Bach-Ehrung bereits ein eher weniger gutes Foto im Web. Leicht unscharf und ganz ohne Blumenschmuck. Auf der Suche nach Besserem kam ich an einer kleinen Kollektion an Fotos vorbei, auf der man sieht, dass kurz vor dem Fotografieren des obigen Bildes extra dafür der hübsche Blumenstrauß platziert wurde: Man sieht tatsächlich das Platzieren des Straußes. Klasse Idee ... schon deshalb, weil ich das auch gemacht hatte, bevor ich Bachs Grab in der Thomaskirche in Leipzig fotografierte. © ... und danke, dass ich es publizieren darf, an diese Einrichtung. 

 

67  Bach in Jerewan, Armenien. Auf dem Gelände des Staatlichen Komitas-Konservatoriums in Jerewan, Armeniens bedeutendster Musikhochschule, steht eine Büste Johann Sebastian Bach. Sie erinnert, so weit von Leipzig, Köthen und Thüringen entfernt, an den deutschen Barockkomponisten und gehört zu einer Reihe von Denkmälern dort, die berühmten Musikern und Komponisten gewidmet sind. © Info.

 

68  Bach in Sárospatak, Ungarn. Ein vorletztes Mal in diesem Bach-Denkmal-Kapitel nehme ich Sie gerne mit in „meine Welt des Fotografierens“. Alles für mich ist vor dem „Abdrücken“ wichtig. Vor allem auch der Hintergrund. Und bei Bach-Denkmälern? Ich entstaube sie, ich entferne Spinnweben und wenn ich extra dazu zu einer Destination fahre, dann auch der Vogelkot, wenn ich ihn denn erreiche. Das „treibe ich“ bis zum Einsatz einer Haushaltsleiter, einer kleinen Flasche Wasser und einem Mikrofasertuch, das ich dabei habe. In Weimar, in Mühlhausen und in Arnstadt habe ich Herrn Bach so „saubergemacht“ und in Leipzig hat er von mir gleich fünf kleine Blumengebinde auf sein Grab bekommen. Und jetzt in Ungarn? Da laufen Herrn Bach dunkelgraue, fast schwarze Tränen über dessen Gesicht. Oder ist es Patina? Oder gar Vandalismus? Mit Photoshop oder KI ist es eine Angelegenheit von zehn Sekunden, die schwarzen Tropfen zu entfernen. Aber ist das auch okay? Was, wenn der Künstler tatsächlich Tränen addierte? Dann würde KI oder die Retusche in ihrer nicht akzeptablen Form „Einzug“ auf meinem Bach-Portal halten. Und das will ich auf gar keinen Fall. Also ... bleiben die „Tränen“, vergrößern Sie sie ... und machen Sie sich ein eigenes Bild. Mehr zum Denkmal?  Der Bildhauer Pál Kő hat es erschaffen und 1999, im Mai, wurde es aufgestellt. Das Porträt ist von Orgelpfeifen umgeben ... aber das hatten Sie sich bereits gedacht. Richtig? © Info.

 

Bitte um Neuaufnahme!

69  Bach in Lauscha, Thüringen. Wo genau in Lauscha und wo liegt Lauscha? Zunächst ist das Glasfenster in der Evangelisch-Lutherischen Kirchgemeinde in der Kirchstraße. Und nun zu Lauscha. Das liegt über dem Rennsteig im Landkreis Sonneberg. © Ganz lieben Dank fürs Fotografieren für mein Bach-Portal und die Erlaubnis, das Bild zu publizieren.

 

70  Bach in Bretleben, Thüringen. Nie nicht im Leben hätte ich selbst diese Bach-Ehrung in einer Kirche in der Nähe von Artern, in der Nähe von Sangerhausen gefunden. Und warum ist dann ein Bild davon hier (... Bach ist übrigens im mittleren Stuckfeld der Herr auf der linken Seite. Darunter steht auch „Bach“. Beides ist direkt über der hellen, fast weißen Fläche im Erdgeschoss. Und wie kommen wir nun zu diesem Juwel? Uwe Fischer, Musikpädagoge im Bachhaus in Eisenach, hat dort fotografiert und mir anlässlich seiner Reise nach Japan, wo man Bach auch verehrt, dazu verholfen. Er hat es ebenfalls auf Wiki Commons eingestellt und deswegen ... damit wir „auf der sicheren Seite sind“, ist hier der Hinweis vermerkt: © Info.

 

71  Bach in Anglet, Frankreich. Und wo in Frankreich liegt Anglet? Es grenzt an Biarritz, liegt an der Atlantikküste und gehört zum Baskenland. Und das war jetzt wichtig für Sie?! Und das Denkmal ... steht wo? Im Jardin d'Ansbach, also dem „Ansbach-Garten“. Und hat der Jardin d'Ansbach etwas mit dem bayerischen Ansbach zu tun? Klar hat es: Anglet und Ansbach sind Partnerstädte und in beiden Locations verehrt man eben ... Johann Sebastian Bach. © Info.

72  Bach in Stockholm, Schweden. Da steht er also auf einem Sockel in der Engelbrektskirche. Das schwedische Amt für nationales Erbe beschreibt das Motiv ausdrücklich als „Porträtbüste von Johann Sebastian Bach“ an der Orgel. Sie wurde von Lars Israel Wahlman entworfen. Die Jahreszahl 1951 bezeichnet das Foto, nicht die Entstehung oder Aufstellung der Büste. Die Kirche selbst wurde 1910–1914 gebaut. Die Orgel und ihre Fassade kamen später hinzu. Der reizvolle Zusammenhang ergibt sich aus dem Standort in der Kirche: Bach erscheint direkt am Instrument, für das er selbst berühmt komponierte. Das wirkt wie eine kleine Ehrung innerhalb des Kirchenraums. 1951 enstand also - wie erwähnt - das Bild: Ich habe es etwas geschärft und eigentlich darf ich damit tun und lassen, was ich möchte: weil es inzwischen schon lange gemeinfrei ist. Trotzdem gibt's von mir auch den Hinweis zu Wikipedia, denn ohne sie hätte ich dieses Juwel wohl ganz sicher nie gefunden. © Info.

 

73  Bach in Brüssel, Belgien. Spannend: Das Bild zeigt keine öffentliche Ehrung, sondern es ist eine Fotografie eines Bach-Büstenporträts. Der Katalog der Königlichen Bibliothek Belgiens verzeichnet den Abzug als nur 8,8 × 6,9 cm groß und hält fest, dass Arthur Craco ihn der Bibliothek 1943 schenkte. Der Katalog datiert das Foto vorsichtig auf 1890 bis 1943. Also muss niemand seiner Publikation zustimmen: angenehm ist das. Craco war ein belgischer Bildhauer und Keramiker. Ein Auktionskatalog von 2025 verzeichnet eine von ihm signierte Bach-Büste aus grün glasierter Keramik, etwa 46 cm hoch. Sie könnte das auf dem Foto gezeigte Werk sein; die Katalogangaben belegen diese Verbindung aber nicht eindeutig. © Info.

 

74  Bach in Puebla, Mexiko. Thematisch passend findet man die Büste gegenüber dem Musikkonservatorium. Und zwar zwischen der Avenida Juárez und der 13 Sur. Im Jahr 2000 wurde es dort von der Benemérita Universidad Autónoma de Puebla aufgestellt. Die BUAP, übrigens deutsch die „Verdienstvolle Autonome Universität Puebla“, schenkte das Denkmal der Stadt. © Info.

 

75  Bach in Santiago, Chile. Das Denkmal zu Ehren des Thomaskantors steht dort im Parque Forestal. Künstliche Intelligenz ... da nehmen wir Authentizität sehr ernst. Und oben haben wir davon Gebrauch gemacht. Denn auf dem Werk des Künstlers, der den Meister porträtierte, hat sich ein Graffiti-Artist verewigt. Und das nicht besonders kreativ. Dazu war auch die Schrift, genauer, die unteren Zeilen auf dem Sockel, verwittert und nicht mehr entzifferbar. Und wenn man schon dabei ist, dann ist alles mit Sonne und blauem Himmel einfach viel, wirklich viel, viel hübscher. Ich, als Ortsansässiger, hätte sowieso ohne Sonne gar nicht erst „abgedrückt“. Wir beide Bachs meinen: So viel KI darf es schon sein. © Info.

 

 

Gibt's doch gar nicht. Wie entstanden diese beiden Bach-Denkmäler-Seiten? Man surft. Man klickt. Man findet eines. Man freut sich. Man sammelt zunächst ... und dann verwaltet man seine Schätze: Man sucht nach dem Fotografen, man schärft das eine oder andere Ergebnis, man entzerrt seine Funde. Auch nutzt man die Rückwärtssuche von Google, „fahndet um vier Ecken“ und was kann dabei passieren? Man findet noch eines ... eines das man gar nicht gesucht hatte. So erging es mir bei der „Verwaltung meines dritten Durchgangs“ bis zur Nummer 75. Dabei entdeckten wir beide - nebeneinander vor den Bildschirmen sitzend - die vielleicht abschließende, also finale Bach-Ehrung ... noch einmal in Leipzig. Nämlich in der Universität dort. Mit diesem Porträt hat es Bach sogar auf eine Seite der Homepage der Universität Leipzig geschafft. Dem Fotografen Jörg Singer sei Dank, zu seiner Website finden Sie unter dem Motiv.

Erlaubnis anfragen!

76  Tatsächlich „setzt Leipzig nochmal ein's drauf“ und ist damit dann ganz sicher die Stadt mit den meisten Bach-Ehrungen auf der Erde ... noch vor Bachs Geburtsstadt, Eisenach. Hier kommen Sie – wie versprochen – zur Website des Fotografen, nämlich ... zu Jörg Singer, Leipzig. © Der Universität Leipzig danke ich herzlich, dass ich diese Seite ihrer Homepage hier präsentieren darf.

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